ARCHIV - NEUIGKEITEN - ab 01.11. - 30.11.2003

12.12.2000 Potsdamer Neueste Nachrichten

Allein auf mündliche Überlieferungen angewiesen

Erstes Buch mit Sagen und anderen Geschichten um und aus Werder vorgestellt

Mit seinem neuen Buch "Sagen und andere Geschichten um und aus Werder" wird Dr. Baldur Martin sicher viele Interessenten finden. Bekannt waren zuvor nur wenige der sagenhaften und wahren Begebenheiten. "Doch gerade deshalb reizte mich das Thema besonders", sagte Martin während der gestrigen Buchpräsentation im Werderaner Rathaus. Zuvor hatte er die "Sprüche der Werderschen" gesammelt und 1997 erfolgreich veröffentlicht. "Oft wurde ich nach einer Fortsetzung gefragt", erzählte der Heimathistoriker gestern. "So überlegte ich mir die Sache mit den Sagen und Geschichten, denn nochmals das Gleiche wiederholen wollte ich nicht".
Die Sprüche der Werderschen waren allerdings zum größten Teil niedergeschrieben. Die in über 30 Jahren gesammelten "Lebensweisheiten" mussten also "nur" für das Buch bearbeitet werden, was schon immense Arbeit bedeutete, jedoch für das neue Buchprojekt war weiter auszuholen. "Die Werderschen hatten einfach keine Zeit, um Sagen und Märchen aufzuschreiben", schätzt Martin. Sie hatten zu jeder Jahreszeit viel zu tun und "fielen abends totmüde ins Bett".
Der Autor konnte sich also fast ausschließlich nur auf mündliche Überlieferungen stützen. Die meisten davon werden in verschiedenen Variationen erzählt. Da musste er sich für eine entscheiden. So sind ungefähr 15 Werder und Umgebung betreffende Sagen zusammen gekommen. "Das ist doch ganz erheblich. Anfangs habe ich das gar nicht für möglich gehalten", meinte Martin. Interessante Geschichten vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert ergänzen den Textteil und basieren zum Teil auf Darlegungen des Stadtältesten Karl Lehmgrübner. "Im 19. Jahrhundert wollte ich jedoch nicht aufhören, und so fanden auch die Charaktere aus den 60-er und 70-er Jahren des vorigen Jahrhunderts, die ich selbst noch kennengelernt habe, Eingang in das Buch". Erinnert wird an den Goldschmied Alfons Link, an Schuhmacher Götsch in seiner Kellerwerkstatt, an Mutter Hofer, den Kneiper Erich Schramm, an Hebamme Prütsch und viele andere. Aber auch die Lebensweisheiten der Werderschen und so manche ihrer Arbeitsgegenstände wie beispielsweise die Schuffel oder die Grütznersche Karrenspritze werden beschrieben..
Es ist ein Buch, das auch in der heutigen Zeit der elektronischen Kommunikation Einzug in den Heimatkundeunterricht der Schulen halten sollte. Ist der Text schon köstlich zu schmöckern, so geben die farbigen Illustrationen von Marie-Luise Stöß dem Ganzen einen bereichernden Akzent. Die 20-jährige kam mit der Familie vor einigen Jahren nach Werder. Nach dem jetzt bestandenen Abitur am Ernst-Haeckel-Gymnasium wird sie Medizin studieren. "Zeichnen und Malen waren schon immer meine Leidenschaft. Die Malerei wird mein Hobby bleiben", sagt sie.
Da die Stadt Werder das Projekt finanziell unterstützte, konnte das Buch noch rechtzeitig zum Weihnachtsfest erscheinen. Für 17 Mark ist es im Buchladen, Strengfeld 3a, in der Buchhandlung Hellmich in der Brandenburger Straße 16 und im Werderaner Kulturamt im Alten Rathaus auf der Insel erhältlich.

Die Eingemeindung von PLÖTZIN



Mit Wirkung vom 31.12.2000 wird die Gemeinde Plötzin mit seinen Ortsteilen Plessow, Neu-Plötzin und Plötzin zum Ortsteil der Stadt Werder (Havel).

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