Archiv – Neuigkeiten 01.12. - 31.12.2017

Werder gibt
Integrierte
Kita- und
Schulentwicklungsplanung
in Auftrag
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Ein Handwerker,
wie er im Buche steht
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Fast 30 Prozent
mehr Fahrgäste
im powerbus
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Bürgermeisterin
bringt
Doppelhaushalt
ein
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Kitabeitragssatzung
in Werder
ist wirksam
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Bauprojekt
in den Havelauen
auf den Weg gebracht
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Öffnungszeiten
der Bibliothek zum Jahreswechsel
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Kommunen für
den Klimaschutz
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Freies WLAN
auf dem Marktplatz
in Werder (Havel)
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Neue Doppelausgabe
der Heimatgeschichtlichen
Beiträge
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Blutspendeaktion
am 18. Dezember
in Werder (Havel)
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Stadt Werder (Havel)
beglückwünscht
Abrüstungs-Bündnis
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Hilfe nach
Ernteverlusten
bei Obstbauern
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Tempo 30 für
Lastkraftwagen
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Bewerbung
zum Schöffenamt
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Advent in
Werder (Havel):
Budenzauber und
Lichterglanz
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Parkhaus am Bahnhof
wieder frei
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Baumarbeiten
an der B1
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Vorverkauf für
Weihnachtskonzert
beginnt
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Ausstellung
zur Geschichte der
Sportvereine in Werder
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Werder gibt Integrierte Kita- und Schulentwicklungsplanung in Auftrag



Vor dem Hintergrund der Entwicklung der Kinderzahlen wird die Stadt Werder (Havel) eine „Integrierte Kita- und Schulentwicklungsplanung“ in Auftrag geben. Das kündigte Werders 1. Beigeordneter Christian Große in der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten an. Nach einer Prognose der Bevölkerungsentwicklung sollen Bedarfe und Kapazitäten von Kitas und Schulen in Werder abgeglichen und Empfehlungen zur Kita- und Schulentwicklung bis 2030 vorgelegt werden. „Wir erwarten die Ergebnisse im ersten Quartal 2018, um mit Ihnen dann die nötigen Schlüsse zu ziehen“, so Christian Große zu den Stadtverordneten.

Es sei bereits einiges auf den Weg gebracht worden, in zwei Jahren haben die Stadt und ein Freier Träger 183 neue Kitaplätze geschaffen. Hinzu komme die Erweiterung der Carl-von-Ossietzky-Oberschule oder das Investitionsprogramm „Fit für die Zukunft“. „Und wir wissen trotzdem alle: Das ist noch nicht genug und die Eltern, die auf einen Kitaplatz warten, brauchen unsere Hilfe“, so Christian Große. Im laufenden Kita-Jahr fehlen in Werder rund 200 Plätze. Dass die Stadt hier eine Aufgabe des Landkreises Potsdam-Mittelmark wahrnehme, helfe den Betroffenen nicht weiter.

Im Rathaus sei versucht worden, die Gründe für die rasante Entwicklung zu identifizieren. Auf den Zuzug sei durchaus reagiert worden. Als Beispiel nannte Christian Große die Havelauen, in denen vier Kitas mit 350 Plätzen entstanden seien. Doch in Werder gebe es auch einen Babyboom: Eltern würden sich immer häufiger für ein zweites und drittes Kind entscheiden. „Ich finde das toll. Aber die Entscheidung, ein Kind zu bekommen, können Kommune und Landkreis nicht voraussehen.“ Hinzu käme die Baugenehmigungspraxis des Landkreises: Nach Paragraf 34 würden nicht mehr nur Einfamilienhäuser genehmigt, sondern verstärkt auch Geschosswohnungsbau - ohne dass die Stadt über Bebauungsplanverfahren Einfluss darauf hätte.

Mit dem Wissen um diese Entwicklungen und Zahlen aus dem städtischen Einwohnermeldeamt habe man sich unlängst erneut mit dem Landkreis getroffen, der noch im Jahr 2015 im Kitabedarfsplan einen Überhang an Kitaplätzen in Werder prognostiziert hatte. Erneut habe eine Diskrepanz zwischen den Bedarfseinschätzungen der Stadt und des Landkreises bestanden, wobei die Werderaner Zahlen als weitere Planungsgrundlage akzeptiert worden seien. „Trotzdem waren wir nach diesem Termin nicht schlauer. Es gab die Aussage: ,Sagen Sie was wir eintragen sollen, und wir machen es.‘“

Deshalb habe sich die Stadt entschieden, selbst eine Integrierte Kita- und Schulentwicklungskonzeption mit dem Kommunalberatungsunternehmen Complan auf den Weg zu bringen. Schnelle Wirkungen könnten auch damit nur erzielt werden, wenn die übergeordneten Ebenen mitziehen. „Sollte der Gesetzgeber nicht handeln und für Baumaßnahmen, die für die soziale Infrastruktur genutzt wird, nicht schnellere Genehmigungsprozesse auf den Weg bringen, dann werden zwischen Entscheidung und Eröffnung einer Kita oder Schule immer noch 24 Monate oder mehr liegen.“ Christian Große erinnerte daran, dass zum Beispiel auch beim Aufbau Ost solche beschleunigten Verfahren möglich gewesen seien.

Werder (Havel), 19. Dezember 2017

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Ein Handwerker, wie er im Buche steht

Goldener Meisterbrief für Rüdiger Wolf: Der Werderaner hat vor 50 Jahren bei der Potsdamer Handwerkskammer erfolgreich seine Meisterausbildung für Bau- und Kunstschlosserei abgeschlossen. Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ralph Bührig und Werders Bürgermeisterin Manuela Saß gratulierten dem 74-Jährigen am Freitagnachmittag im Fischrestaurant Arielle.

Rüdiger Wolf sei ein Handwerker, „wie er im Buche steht“, sagte Ralph Bührig. Er habe sich nicht nur in seinem Unternehmen, sondern auch ehrenamtlich im Meisterprüfungswesen der Handwerkskammer um seinen Berufsstand verdient gemacht. Bürgermeisterin Saß ergänzte, dass es Menschen wie Rüdiger Wolf seien, die Werder (Havel) stark machten und tragen. Die Lebensleitung solcher Fachleute im Handwerk könne nicht hoch genug geschätzt werden.

Rüdiger Wolf hat nach einer Lehre in Babelsberg im Jahr 1967 den Schlosserbetrieb seines Vaters in Werder (Havel) übernommen und noch im selben Jahr seine Meisterprüfung abgelegt. Die Firma habe ein großes Spektrum an Arbeiten übernommen, vom Flicken von Kochtöpfen über den Karren- und Zaunbau bis hin zur Reparatur von Spritzen für den Obstbau. In den Nachwendejahren sei das Pektinwerk ein wichtiger Auftraggeber gewesen. Mittlerweile hat sein Sohn, Schlossermeister Karsten Wolf, die Firma übernommen und führt sie als Einmannbetrieb weiter.

Im Arielle feierte Rüdiger Wolf sein Jubiläum im Kreise seiner Familie, von Freunden und früheren Kollegen. Seitdem er nicht mehr im Beruf tätig ist, hält er sich mit Radfahren fit und ist im Volkssportteam des Werderaner FC Viktoria aktiv.

Werder (Havel), 19. Dezember 2017

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Fast 30 Prozent mehr Fahrgäste im powerbus



Der Erfolg des neuen powerbus-Konzeptes in Werder (Havel) übertrifft alle Erwartungen. Nach Angaben von Hans-Jürgen Hennig, Geschäftsführer der regiobus Potsdam Mittelmark GmbH, verzeichnet das Unternehmen im powerbus-Kernnetz (Linien 630-635) Fahrgaststeigerungen von fast 30 Prozent. Als am 1. Januar 2017 der neue Bustakt mit mehr Bussen und mehr Kilometern eingeführt worden war, habe man mit 5 bis 10 Prozent gerechnet, so Hennig bei einer Pressekonferenz am Freitagmorgen im Schützenhaus in Werder.

Die regiobus hatte zur Erfassung der Zahlen die kassentechnischen Einnahmen mit dem Vorjahr abgebglichen und die Tarifsteigerungen herausgerechnet. In den ersten zehn Monaten seien demnach 55.000 zusätzliche Tickets für den powerbus verkauft wurden. Eine erst am Montag abgeschlossene Kundenbefragung bestätigte das Bild: Demnach sind 92 Prozent der powerbus-Passagiere mit dem neuen Buskonzept „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“. Rechnet man die „eher Zufriedenen“ hinzu, so beträgt die Quote sogar 98 Prozent.

Rückgrat des neuen Buskonzeptes ist die Linie 631 von Werder (Havel) über Geltow nach Potsdam mit einem dichteren Takt und einer besseren Anbindung des Stadtbahnhofs Werder (Havel). Hier waren die Zahlen besonders überzeugend. Laut Hans-Jürgen Hennig wurde auf dieser Linie in den ersten zehn Monate eine Steigerung der Fahrgastzahlen von rund 50 Prozent erzielt. Auf der Strecke sollen kleinere Busse ab dem kommenden Jahr zunehmend durch Gelenkbusse ersetzt werden. Massive Zuwächse habe auch im schnelleren und öfter verkehrenden Bus 633 vom Stadtbahnhof nach Glindow und Bliesendorf gegeben. Außerdem trügen die Bewohner der Havelauen als neue powerbus-Nutzer zum guten Bild bei.

Werders Bürgermeisterin Manuela Saß sieht die Zahlen als Beleg, dass gute ÖPNV-Angebote auch von Pendlern angenommen werden. „Die Steigerung im 631er könnte sicher sogar noch größer ausfallen, wenn die Verkehrsverhältnisse in Potsdam anders wären“, sagte die Bürgermeisterin. Mit einer besseren Kommunikation und einem partnerschaftlichen Miteinander ließe sich viel erreichen, wobei sich das Gesprächsklima mit Potsdams neuem Baubeigeordneten Bernd Rubelt verbessert habe, wie Manuela Saß betonte.

Werders 1. Beigeordneter Christian Große ergänzte, dass man auch für den Tunnelbau in Werder die Unterstützung von Partnern benötige. Die Bahnschranken am Stadtbahnhof würden zunehmend zum neuralgischen Punkt im städtischen Verkehrsnetz und Hindernis für den Busverkehr. Der im Landesnahverkehrsplan 2018 angekündigte dichtere Takt des RE1 sei zwar zu begrüßen, werde aber in Werder zu weiteren Schließzeiten und damit Staus auf der innerstädtischen Landesstraße 90 führen. Er hoffe deshalb, dass die Planungen von Bahn, Land und Bund für den Tunnel beschleunigt werden können, sagte Christian Große.

Die Verkehrsfachbereichsleiterin des Landratsamtes, Debra Reußner, sagte: „Der powerbus zeigt, das gut durchdachte ÖPNV-Konzepte ihr Ziel erreichen.“ Für eine weitere Optimierung der ÖPNV-Angebote bestehe großer Bedarf. Der Landkreis fordere deshalb vom Land, den Landesnahverkehrsplan 2018 nicht erst, wie geplant, ab 2022 umzusetzen. Im Zuge der Diskussionen um den Planentwurf beobachte sie ein Umdenken im Verkehrsministerium, sagte Debra Reußner. So gebe es auch Überlegungen, die Plusbuslinien der Landkreise vom Land finanziell zu unterstützen.

Werder (Havel), 15. Dezember 2017

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Bürgermeisterin bringt Doppelhaushalt ein

In der Stadt Werder (Havel) soll es in den Jahren 2018/2019 einen Doppelhaushalt geben. Bürgermeisterin Manuela Saß hat den Haushaltsentwurf am Donnerstagabend in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht: Das Etatvolumen beträgt für beide Jahre jeweils rund 50 Millionen Euro. Das Investitionsvolumen liegt bei insgesamt 14,5 Millionen Euro. Der größte Anteil davon entfällt auf Baumaßnahmen, für die in beiden Jahren 8,9 Millionen Euro eingeplant sind. Eine der großen Investitionen ist das neue Besucherzentrum am Plantagenplatz, für dessen Bau 2018 und 2019 insgesamt 2,3 Millionen Euro veranschlagt sind.

Erneut sollen auch Kitas, Schulen und Sportanlagen vom Etat profitieren: So plant die Hoffbauerstiftung die Errichtung eines Bildungscampus in Glindow mit Kita, Grundschule und Gymnasium. Die Stadt will das Projekt in den kommenden drei Jahren mit bis zu 5 Millionen Euro unterstützen. 2018 beginnend ist auch der schrittweise Ausbau des städtischen Ernst-Hackel-Gymnasiums vorgesehen. Zuerst soll bis 2019 die Mensa erweitert werden, danach ein Erweiterungsneubau mit Aula und Klassenräumen entstehen. Gesamtinvestitionen: 4,7 Millionen Euro. An der Carl-von-Ossietzky-Oberschule soll 2018 das bisherige Archiv zum Essenbereich umgebaut werden. In der Grundschule Glindow soll die Außensportanlage einschließlich Regenentwässerung bis 2019 fertig werden. Auch die Inselschule erhält eine neue Außensport- und Spielanlage. In den Kitas Regenbogen und Stadtstrolche steht die energetische Sanierung bevor. Außerdem ist in den Jahren 2019 und 2020 die Komplettsanierung des Arno-Franz-Sportplatzes geplant.

Auch die geplanten Straßen- und Wegebaustellen der kommenden Jahre sind beachtlich: Im Jahr 2018 soll die Margaretenstraße fertiggestellt werden. Die Moosfennstraße soll 2018 bis 2019 saniert werden. Außerdem gibt es Signale, dass das Land ab 2018 die letzten beiden Abschnitte der L90 vom Bahnhof in Richtung Phöben und vom Kino in Richtung Stadtzentrum saniert. Die Stadt ist mit ihren Finanzierungsanteilen für Gehwege, Beleuchtung und Regenentwässerung mit im Boot und will im Zuge der Arbeiten auch den Parkplatz vor dem Rathaus Eisenbahnstraße sanieren. Im Doppelhaushalt sind auch Mittel für den Rundweg um den Glindower See eingeplant. Ab 2018 soll an der Straße Zum Lindentor ein Radweg entstehen, bis 2022 soll er abschnittsweise fertig werden. Weiter ist vorgesehen, 2019 an der Autobahnauffahrt Phöbener Chaussee einen Mitfahrerparkplatz zu errichten.

Eine erfreuliche Entwicklung: Im Doppelhaushaltsentwurf können bereits 44 Prozent aller Aufwendungen aus Steuern und Abgaben gedeckt werden. Während die Einnahmen aus der Grundsteuer A und B gegenüber den vergangenen Jahren weitgehend konstant bleiben, steigt der Anteil der Gewerbesteuer und vor allem des Einkommenssteueranteil in Werder (Havel) rasant. Sind im Jahr 2010 rund 4 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer erzielt worden, so werden in den kommenden beiden Jahren Einnahmen von 6,9 und 7 Millionen Euro erwartet. Bei der Einkommenssteuer haben sich die Erträge im selben Zeitraum von 5 auf mehr als 10 Millionen Euro jährlich sogar verdoppelt. Sie sind damit gleichauf mit der Schlüsselzuweisung. Die gewachsene Steuerkraft der Stadt wirkt sich auf die Kreisumlage aus, die um rund 400.000 Euro auf jährlich fast 12,8 Millionen Euro steigt.

Auf der anderen Seite steht die Stadt angesichts des Einwohnerzuwachses vor großen Herausforderungen. Werders Einwohnermeldeamt vermeldet, dass die 26.000 geknackt ist. Das spiegelt sich unter anderem auch im Personalkostenbudget des Doppelhaushaltes wider: 2018 werden dafür 15,2 Millionen Euro aufgewendet. Im Jahr 2019 ist auf Grund des Anstiegs insbesondere im Bereich des pädagogischen Personals mit Aufwendungen von mehr als 17 Millionen zu rechnen. Damit werden die Personal- und Versorgungsaufwendungen mittelfristig zur größten Aufwandsposition des Haushalts - Geld, das auch Werders Kindern zu Gute in der Gestalt neuer Kita-Erzieherinnen kommt. In Partnerschaft mit der kommunalen HGW sollen in den Jahren 2018 und 2019 zwei neue Kitas mit 100 und 120 Plätzen gebaut werden. Inzwischen konnte Einvernehmen mit dem Landratsamt erzielt werden, dass diese weiteren Kapazitäten in Werder (Havel) dringend benötigt werden.

Werder (Havel), 15. Dezember 2017

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Kitabeitragssatzung in Werder ist wirksam

Die Werderaner Kitabeitragssatzung ist wirksam. Das gilt auch nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg (OVG 6 A 15.15), mit dem die Beitragssatzung der Stadt Rathenow am 6. Oktober für unwirksam erklärt worden ist. „Erstattungsansprüche aufgrund dieses Urteils bestehen in Werder grundsätzlich nicht“, sagte Werders 1. Beigeordneter Christian Große am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung.

Wesentlicher Grund für die Rechtsprechung im Fall Rathenow war eine fehlerhafte Kalkulation. Als Grundlage der Beitragsberechnung war nicht das Kitagesetz, sondern das Kommunalabgabengesetz herangezogen worden, aus Sicht der Richter ein klarer Rechtsverstoß. Die Stadt Werder (Havel) hat durch eine renommierte Anwaltskanzlei prüfen lassen, ob sich aus dem Urteil Rückerstattungsansprüche auch in Werder (Havel) ableiten lassen.

Das Ergebnis der Prüfung lag am Donnerstag vor: Demnach wird zwar auch in der Präambel der Werderaner Beitragssatzung auf das Kommunalabgabengesetz verwiesen. Der Verweis sei aber unbeachtlich, da sich die Stadt in ihrer Kalkulation nicht auf das Kommunalabgabengesetz gestützt habe, wie es in der Expertise der Kanzlei heißt. Auch die Bezeichnung der Elternbeiträge als „Benutzungsgebühr“ sei deshalb unschädlich.

„Grundsätzlich lässt sich aus dem Rathenower Urteil keine Verpflichtung zur sachlichen Nachprüfung und Abänderung der bestandskräftigen Beitragsbescheide ableiten“, betonte Christian Große in der Stadtverordnetenversammlung.

Werder (Havel), 15. Dezember 2017

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Bauprojekt in den Havelauen auf den Weg gebracht



Die Berliner MCG Management Capital Group GmbH will am Stichhafen der Havelauen ein Quartier mit Wohnungen und Gewerbeflächen für Gesundheit und Dienstleistungen errichten. Die Stadtverordneten haben am Donnerstagabend mit der Verabschiedung eines Bebauungsplanes die Weichen dafür gestellt. Das Plangebiet ist insgesamt 14.563 Quadratmeter groß.

Im südöstlichen Bereich kann eine mehrgeschossige Wohnanlage mit Versorgungseinrichtungen entstehen, im nordwestlichen Bereich eine gleichberechtigte Mischung aus Wohnen und nicht störendem Gewerbe, ebenfalls in Geschossbauten. Die Baudichte und Blockstruktur der drei bislang an der Promenade entstandenen Karees soll dabei aufgenommen werden. „Somit ergeben sich die Voraussetzungen für ein kompaktes Stadtgebiet am westlichen Ende der Hafenpromenade“, wie es im Bebauungsplan heißt.

Durch die Neubauten solle der steigenden Nachfrage an Wohnraum begegnet werden, ergänzt durch die Schaffung medizinischer Angebote und komplettiert durch Gastronomie, Läden, Büros und Dienstleistungen sowie Übernachtungsmöglichkeiten. „Es ist städtebaulich ein Nutzungsmix möglich, der die derzeitige Entwicklung im Promenadenbereich positiv ergänzt“, heißt es in der textlichen Begründung weiter.

Im Geltungsbereich des Bebauungsplans sind 5.884 Quadratmeter für ein Allgemeines Wohngebiet und 4.742 Quadratmeter für ein Mischgebiet vorgesehen. Stellplätze können im Blockinneren in einer Tiefgarage entstehen. Zum Geltungsbereich gehören auch angrenzende Straßenflächen.

Werder (Havel), 15. Dezember 2017

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Öffnungszeiten der Bibliothek zum Jahreswechsel

Die Stadtbibliothek Werder (Havel), Brandenburger Straße 1a, ist zu den bekannten Öffnungszeiten zwischen Weihnachten und Neujahr geöffnet, also Donnerstag, den 28.12., von 13 bis 20 und Freitag, den 29.12., von 10 bis 17 Uhr. Die Rückgabebox der Stadtbibliothek bleibt vom 22. Dezember 2017 bis 2. Januar 2018 allerdings geschlossen. Bücher können zum Jahreswechsel nur zu den Öffnungszeiten abgegeben werden.

Alternativ ist eine Verlängerung der Ausleihfrist im Internet bei der e-Ausleihe möglich:



Werder (Havel), 14. Dezember 2017

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Kommunen für den Klimaschutz



Im Juni haben sich zehn Städte und Gemeinden erstmals zu einem gemeinde- und kreisübergreifenden Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk (EMB-KEEN) zusammengeschlossen, um in den nächsten drei Jahren gemeinsam den kommunalen Energieverbrauch und die Klimabelastung zu senken. Am Mittwoch fand das zweite Netzwerktreffen der Initiative in Werder (Havel) statt. Die Stadt gehört zu den Mitgliedern des Netzwerks.

Werders 1. Beigeordneter Christian Große begrüßte die Teilnehmer im Alten Rathaus. Energieeffizienz sei seit Jahren ein großes Thema in der Stadt und ihren Einrichtungen. Als Beispiel nannte er die Straßenlaternen: Trotz neuer Straßenausbaumaßnahmen und einer damit wachsenden Zahl von Straßenlaternen würden die Energiekosten dank des Einsatzes von LED in Werder (Havel) sinken. Bei Neubauten und auch bei Altbausanierungen sei die Energieeffizienz ein wiederkehrendes Thema. Dennoch sieht Christian Große noch Einsparpotenziale, die mit EMB-KEEN gehoben werden sollen.

Die EMB Energie Mark Brandenburg ist Initiator und Koordinator des EMB-KEEN-Netzwerks, an dem neben Werder (Havel) auch Fehrbellin, Großbeeren, Heiligengrabe, Hohen Neuendorf, Kloster Lehnin, Pritzwalk, Schönwalde-Glien, Stahnsdorf und Teltow beteiligt sind.
In solchen Kommunen könnten unter anderem Straßenlaternen, öffentliche Gebäude, kommunale Fuhrparks, der Betrieb von Klärwerken oder die energetischen Nutzung von Abfällen und Reststoffen betrachtet werden, wenn es um den sparsamen Einsatz von energetischen Ressourcen geht, wie es am Mittwoch hieß.

Thema des Netzwerktreffens war vor allem ein besseres Management der kommunalen Energiedaten und dafür geeignete Werkzeuge. Netzwerk-Manager Jens Teich: „Eine möglichst exakte Analyse aller kommunalen Gebäude ist unabdingbar für die Ermittlung des Einsparpotentials und der Diskussion verschiedener Maßnahmen.“

Werder (Havel), 13. Dezember 2017

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Freies WLAN auf dem Marktplatz in Werder (Havel)



Kostenlos surfen auf der Insel: Mitten in der Altstadt von Werder (Havel) hat der 1. Beigeordnete Christian Große am Samstag, den 2. Dezember, zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes einen Gratis-Hotspot in Betrieb genommen. Der Netzbereich erstreckt sich über den kompletten, touristisch oft stark frequentierten Marktplatz. „Gerade für Touristen und Gäste, die in Werder unterwegs sind, ist ein solches Angebot wichtig“, so Christian Große. Mit dem freien WLAN könnten sie kostenlos surfen, von der schnelleren Verbindung profitieren und dabei ihr Datenvolumen schonen.

Auch der Ruf der Bevölkerung und der Wirtschaft nach kostenlosen WLAN-Angeboten sei in jüngster Zeit lauter geworden. Bislang gibt es in Werder nur wenige Gratis-Hotspots von Gewerbetreibenden. „Die Nutzung mobiler Geräte gehört inzwischen für viele Menschen zum Alltag, ob dienstlich oder privat“, so Christian Große. „Das ist eine Herausforderung an die digitale Infrastruktur, der sich auch eine attraktive Stadt wie Werder stellen muss.“ Wenn das Angebot auf dem Marktplatz angenommen wird, werde man über weitere Gratis-Hotspots nachdenken. Werders 1. Beigeordneter hofft aber auch auf Initiativen aus der Werderaner Wirtschaft.

Partner des städtischen Hotspots ist Vodafone. Um sich einzuloggen, müssen Nutzer einfach ihr WLAN am Smartphone, Tablet oder Notebook einschalten und auf dem Marktplatz nach „Vodafone Free WiFi“ suchen. Im Anmeldefenster ist das Werderaner Stadtwappen integriert. Die Surfzeit ist auf zwei Stunden begrenzt.

Werder (Havel), 2. Dezember 2017

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Neue Doppelausgabe der Heimatgeschichtlichen Beiträge


Foto: Das 1926 Unter den Linden eröffnete Kino „Linden Palast“.

Zum 700. Stadtjubiläum sind die „Heimatgeschichtlichen Beiträge“ aus Werder (Havel) doppelt so dick geworden. Die diesjährige Doppelausgabe mit Artikeln zu Aspekten der Stadtgeschichte hat einen Umfang von 144 Seiten. Bürgermeisterin Manuela Saß freut sich besonders, dass der Historische Festumzug am 16. Juli 2017 Eingang in die neue Ausgabe gefunden hat. Rund 600 Werderaner waren am Festumzug zum Stadtjubiläum beteiligt, im neuen Heimatheft ist die Vorbereitung zweier Umzugsgruppen beschrieben.

Manuela Saß: „Höhen und Tiefen unserer Stadtgeschichte waren im Festumzug zu sehen, und auch in dieser Doppelausgabe geht es darum, wie die Geschichte Werder verändert hat, wie zum Beispiel der Thesenanschlag Martin Luthers bis nach Werder hallte.“ Weiter gehe es um Geheimnisse aus Kirchenbüchern, um zwei jüdische Frauenschicksale in der Nazizeit, um Werders Kinohistorie, die Wiederbelebung der Bismarckhöhe, den Streit um Müller Lietzke und vieles mehr. „Nicht zuletzt zeigt uns ein Beitrag über wüste Dorfstellen, dass es nicht selbstverständlich ist, 700 Jahre alt zu werden“, so die Bürgermeisterin.

Die Heimatgeschichtlichen Beiträge werden vom Heimatverein Werder (Havel) jährlich mit verschiedenen Autoren zusammengestellt, der Druck wird von der Stadt bezuschusst. „Für mich ist es immer wieder überraschend, was jedes Mal an Inhalten zusammenkommt“, so Ortschronist Dr. Baldur Martin, der Herausgeber der Broschüren ist. „So bunt und vielfältig wie möglich“ habe schon das Motto gelautet, als 1982 das erste Heft erschienen ist. „So ist über die Jahre mit Dutzenden Einzelbeiträgen eine ordentliche Chronik über viele Aspekte der Stadtgeschichte zusammengekommen“, so Dr. Martin.

Baldur Martin selbst trägt mit einer Porträtserie zu den „Heimatgeschichtlichen Beiträgen“ bei, diesmal stellt er die Werderaner Künstlerin Irina Fedorova vor. Eine Serie, deren zwanzigster und letzter Teil in dieser Doppelausgabe zu finden ist, stammt vom Postkarensammler Erhard Schulze, der anhand von Postkartenmotiven in heimatgeschichtliche Themen einsteigt. Diesmal geht es um die Straßenkreuzung Unter den Linden/ Eisenbahnstraße/ Brandenburger Straße.

Die Doppelausgabe ist in einer Auflage von 300 Exemplaren erschienen und kostet 9 Euro. Die „Heimatgeschichtlichen Beiträge“ sind in der Tourist Information, Kirchstraße 6/7, in der Buchhandlung Hellmich, Brandenburger Straße 161 und im Kartenhaus im Werderpark, Auf dem Strengfeld 6, erhältlich. Frühere Exemplare können beim Vorsitzenden des Heimatvereins, Dr. Klaus Froh, angefragt werden unter dr.froh@web.de.

Werder (Havel), 13. Dezember 2017

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Blutspendeaktion am 18. Dezember in Werder (Havel)



Zusätzlich zu den regulären Spendeterminen im Dezember bietet das DRK auch in diesem Jahr rund um Weihnachten und den Jahreswechsel Sonder-Blutspendetermine an. Aufgrund der kurzen Haltbarkeit von Blutpräparaten, die teilweise lediglich vier bis fünf, maximal 42 Tage lang einsetzbar sind, ist die Durchführung von Sonderspendeterminen unbedingt notwendig, um Patienten kontinuierlich mit den überlebenswichtigen Blutprodukten versorgen zu können.

Das DRK appelliert an alle gesunden Mitbürgerinnen und Mitbürger, sich rund um Weihnachten und den Jahreswechsel eine Stunde Zeit für eine Blutspende zu nehmen und mit diesem Engagement Patienten und deren Familien ein besonderes Geschenk zu machen, nämlich die Hoffnung auf Genesung und Gesundheit. Aus einer Blutspende von einem halben Liter können drei lebensrettende Präparate gewonnen werden: Erythrozytenkonzentrat (rote Blutzellen), Thrombozytenkonzentrat (Blutplättchen) und Blutplasma.

Informationen zur Blutspende sowie alle DRK-Blutspendetermine unter www.blutspende.de (bitte das entsprechende Bundesland anklicken) oder über das Servicetelefon 0800 11 949 11 (kostenlos erreichbar aus dem Dt. Festnetz). Bitte zur Blutspende den Personalausweis mitbringen!

Die nächste Blutspendeaktion in Werder (Havel) findet statt:
am 18.12.2017 von 15.30 bis 19.00 Uhr
in der Carl-von-Ossietzky-Schule, Unter den Linden 11.


Werder (Havel), 11. Dezember 2017

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Stadt Werder (Havel) beglückwünscht Abrüstungs-Bündnis

Unter 318 Anwärtern hat sich das Nobelkomitee entschieden, der Internationalen Kampagne zur atomaren Abrüstung ICAN am 10. Dezember den Friedensnobelpreis zu verleihen. Werders Bürgermeisterin Manuela Saß hat die Entscheidung begrüßt. „Das Nobelkomitee würdigt damit die Arbeit eines Bündnisses, das sich seit Jahren für die atomare Abrüstung engagiert.“

Die Stadt Werder (Havel) gratuliere ICAN zu dieser besonderen Würdigung. „Die Entscheidung des norwegischen Nobelkomitees wird sicher auch die Netzwerkaktionen der ,Mayors for Peace‘ weiter stärken“, so Manuela Saß. Werder (Havel) ist erst seit zwei Monaten Mitglied dieses Städtenetzwerkes für eine atomwaffenfreie Welt.

Die schreckliche Zerstörungskraft der Atomwaffen dürfe auch 72 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki nicht in Vergessenheit geraten, so Manuela Saß. Ihre weltweite Verbreitung müsse verhindert und die Abschaffung erreicht werden. „Die Verleihung des Friedensnobelpreises an ICAN ist in einer Zeit der wachsenden politischen Spannungen ein kleines Hoffnungssignal.“

Werder (Havel), 8. Dezember 2017

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Hilfe nach Ernteverlusten bei Obstbauern

Das brandenburgische Landwirtschaftsministerium teilt mit: Die widrigen Witterungsverhältnisse in diesem Jahr haben in mehreren Regionen des Landes zu hohen Ernteausfällen in landwirtschaftliche und gartenbaulichen Kulturen geführt. Betroffene Unternehmen können nun auf der Grundlage der Richtlinie des Landes Brandenburg für die Gewährung von staatlichen Zuwendungen zur Bewältigung von Schäden aufgrund widriger Witterungsverhältnisse im Jahr 2017 Anträge zur Bereitstellung einer finanziellen Unterstützung stellen.

Rechtsgrundlage für die Gewährung der finanziellen Unterstützung bilden die Landeshaushaltsordnung sowie die Nationale Rahmenrichtlinie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur Gewährung staatlicher Zuwendungen zur Bewältigung von Schäden in der Land- und Forstwirtschaft verursacht durch Naturkatastrophen oder widrige Witterungsverhältnisse, die von der Europäischen Kommission am 29. Juni 2015 genehmigt wurde.

Hilfe können Unternehmen erhalten, die primär auf den Anbau landwirtschaftlicher beziehungsweise gartenbaulicher Erzeugnisse ausgerichtet sind.

Anträge können Agrarbetriebe stellen, die nachweisen könne, dass mehr als 30 Prozent der durchschnittlichen Jahreserzeugung - dies ist der im vorangegangenen Dreijahreszeitraum beziehungsweise im Fünfjahreszeitraum durchschnittlich erzielte Naturalertrag des gesamten Unternehmens – durch die diesjährigen Witterungsverhältnisse verloren sind.

Unternehmen, die sich bereits vor Eintritt der widrigen Witterungsverhältnisse in Liquidation befanden oder gegen die ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet war, sind ausgeschlossen.

Die Berechnung der Schäden erfolgt unternehmensbezogen. Die Schäden müssen durch Dokumentationen nachgewiesen werden.

Die Einkommensminderung eines betroffenen Produktionsverfahrens errechnet sich bei landwirtschaftlichen sowie gärtnerischen Kulturen aus dem erzielten durchschnittlichen Hektarerlös im Basiszeitraum, dem Hektarerlös im Schadjahr und der Anbaufläche im Schadjahr.

Die Ermittlung der Höhe des Gesamtschadens erfolgt durch die Schätzung einer Behörde, eines von der zuständigen Behörde anerkannten unabhängigen Sachverständigen oder eines Versicherungsunternehmens.

Die Festlegung des möglichen Zuschusses erfolgt in Abhängigkeit von der Anzahl der betroffenen Unternehmen sowie den verfügbaren Haushaltsmitteln.

Der Gesamtschaden ist um folgende Beträge zu verringern:
a) etwaige Versicherungszahlungen,
b) Hilfen Dritter (zum Beispiel in Form von Spenden)

Anträge können bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) bis zum 31.12.2017 eingereicht werden.

Mehr Information: http://www.mlul.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.531559.de

Werder (Havel), 7. Dezember 2017

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Tempo 30 für Lastkraftwagen

Auf der Potsdamer Straße in Werder (Havel) zwischen der B1 und Am Gutshof soll noch in diesem Jahr ein Tempolimit für Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen eingeführt werden. Sie sollen die innerörtliche Straße nur noch mit Tempo 30 befahren dürfen, für alle anderen Kraftfahrzeuge und für Busse gilt weiter Tempo 50.

Grund der neuen Regelung sind Bodenwellen in der Fahrbahn, die unter anderem durch das Befahren mit Lkw entstanden sind. Zur Vermeidung weiterer Schäden und damit einhergehender Lärmbelästigungen hat der zuständige Landesbetrieb Straßenwesen die Geschwindigkeitsbeschränkung beantragt. Dem Antrag wurde von der Verkehrsbehörde der Stadt Werder (Havel) in der vorigen Woche stattgegeben. Eine Fahrbahnsanierung ist vom Landesbetrieb derzeit noch nicht geplant.

Ebenfalls noch in diesem Jahr soll im Abschnitt der Potsdamer Straße vor der Carl-von-Ossietzky-Oberschule, also zwischen Am Gutshof und Unter den Linden, zum Schutz der Kinder Tempo 30 für alle Fahrzeugführer eingeführt werden. Das Tempolimit soll in diesem Abschnitt von Montag bis Freitag zwischen 7 bis 16 Uhr gelten. Hintergrund ist eine neue Rechtslage zu Geschwindigkeitsbeschränkungen vor Kitas und Schulen.

Werder (Havel), 6. Dezember 2017

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Bewerbung zum Schöffenamt

Im ersten Halbjahr 2018 werden bundesweit die Schöffen und Jugendschöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt. Gesucht werden in unserer Stadt Werder (Havel) Frauen und Männer, die am Amtsgericht und Landgericht als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen. Die Stadtverordnetenversammlung schlagen mindestens doppelt so viele Kandidaten vor, wie an Schöffen benötigt werden. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Haupt- und Hilfsschöffen.

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in der Stadt Werder (Havel) wohnen und am 01.01.2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat besteht, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige (Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete usw.) und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen, d. h. das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Die ehrenamtlichen Richter müssen Beweise würdigen, d. h. die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet ereignet hat oder nicht. Die Lebenserfahrung, die ein Schöffe mitbringen muss, kann aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement resultieren. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde. Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.

Schöffen müssen bereit sein, Zeit zu investieren, um sich über ihre Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten weiterzubilden. Objektivität und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen gewahrt werden, etwa wenn der Angeklagte aufgrund seines Verhaltens oder wegen der vorgeworfenen Tat zutiefst unsympathisch ist oder die öffentliche Meinung bereits eine Vorverurteilung ausgesprochen hat. Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil – gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch – haben die Schöffen daher mit zu verantworten. In der Beratung mit den Berufsrichtern müssen Schöffen ihren Urteilsvorschlag standhaft vertreten können, ohne besserwisserisch zu sein, und sich von besseren Argumenten überzeugen lassen, ohne opportunistisch zu sein. Ihnen steht in der Hauptverhandlung das Fragerecht zu. Sie müssen sich verständlich ausdrücken, auf den Angeklagten wie andere Prozessbeteiligte eingehen können und an der Beratung argumentativ teilnehmen. Ihnen wird daher Kommunikations- und Dialogfähigkeit abverlangt.

Interessenten bewerben sich für das Schöffenamt in allgemeinen Strafsachen (gegen Erwachsene) bis zum 20.01.2018 bei der Stadt Werder (Havel) Tel.: 03327/ 783 - 349.

Ein Formular kann von der Internetseite der Stadt unter www.werder-havel.de oder www.schoeffenwahl.de heruntergeladen werden.

gez.
Christian Große
1. Beigeordneter

Werder (Havel), 05. Dezember 2017

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Advent in Werder (Havel): Budenzauber und Lichterglanz



Der Werderaner Adventskalender ist in diesem Jahr wieder prall gefüllt. Veranstalter laden zu zahlreichen stimmungsvollen Märkten und Konzerten in der Stadt und ihren Ortsteilen ein. Den Start macht schon am Freitag, 1. Dezember, der HSV Neu Plötzin mit einem Glühweinabend auf dem Vereinsgelände (verlängerte Ernst-Thälmann-Straße/ Ecke Neue Dorfstraße). Beginn ist um 18 Uhr.


Fotos: Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz in Werder (Havel) 2017

Weiter geht es am Samstag und Sonntag, 2. und 3. Dezember jeweils 14 bis 18 Uhr, auf dem weihnachtlich beleuchteten Marktplatz der Werderaner Altstadt, wo am ersten Adventswochenende der traditionelle Weihnachtsmarkt mit zahlreichen Ständen, Weihnachtsleckereien und einem Kinderprogramm stattfindet. Außerdem werden der große Bildband und eine DVD vom Jahr des 700. Stadtjubiläums verkauft. Der erste Adventssonntag, 3. Dezember, ist in Werder (Havel) verkaufsoffen.

Am 2. Dezember wird nach Derwitz von 15 bis 19 Uhr zum „Derwitzer Adventsmarkt“ eingeladen, der bei Toffis Imbiss, Derwitzer Chaussee 1, stattfinden wird. Musikalisch geht es am Samstag, den 2. Dezember, um 15 Uhr in der Petzower Kirche zu, wo ein Weihnachtskonzert mit Schülern der Musikschule „Engelbert Humperdinck“ stattfinden wird. Der Weihnachtsmarkt auf Schultzens Siedlerhof in Glindow-Elisabethhöhe, Karl-Liebknecht-Straße 17, öffnet am 2. und 3. Dezember von 14 bis 21 Uhr. Ein buntes Programm in familiärer Atmosphäre erwartet die Gäste, außerdem Kunsthandwerk, frisch Gegrilltes und Leckereien, Obstglühwein und Live-Destillation.

Mit dem Duft von gebrannten Mandeln geht es am zweiten Advent, dem 10. Dezember, beim Töplitzer Weihnachtsmarkt weiter. Von 14 bis 18 Uhr werden auf dem Dorfplatz Leckereien und weihnachtliche Artikel angeboten. Auch der Weihnachtsmann wird wieder vorbeischauen.

Außerdem gibt es am zweiten Adventswochenende gleich mehrere Konzerte. So wird „Squeezebox Teddy“ am Samstag, 9. Dezember, um 19 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche ein Weihnachtskonzert geben. Internationale Folkmusik, Rockballaden, Klassik, Oldies und Schlager – für jeden ist etwas dabei. Am selben Samstag, 9. Dezember, um 15 Uhr findet in der Bliesendorfer Kirche ein Adventskonzert des Gemischten Chors Glindow statt. Am Sonntag, 10. Dezember, wird der Chor um 15 Uhr zu einem Auftritt in der Werderaner katholischen Kirche Maria Meeresstern erwartet.

Am Samstag, 9. Dezember, veranstaltet die Stadtführergilde eine Weihnachtsführung über die Inselstadt. Auf dem anderthalbstündigen Rundgang wird es um alte Festtraditionen gehen. Treffpunkt ist um 14 Uhr die Infotafel an der Inselbrücke.

Auch am dritten Adventswochenende herrscht weihnachtliche Stimmung in der Stadt: Von Freitag bis Sonntag, 15. bis 17. Dezember, wird jeweils von 12 bis 18 Uhr zu einem gemeinsamen Weihnachtsmarkt des Einkaufszentrums Werderpark mit dem benachbarten Frischemarkt eingeladen. Es werden Puppentheater, Karussell und kostenlose Zuckerwatte geboten, der Werderpark ist auch Sonntag geöffnet.

Ein weiteres Highlight ist der „Promenadenzauber“ am 17. Dezember von 13 bis 19 Uhr in den Havelauen. Dort kann gemütlich geschlendert, gestöbert und genascht werden. Zur weihnachtlichen Stimmung trägt die winterliche Auswahl an Handel, Kunsthandwerk, Musik und Tanz auf der Hafenpromenade bei.

Im Ortsteil Kemnitz wird am 16. und 17. Dezember (Samstag 11 bis 22 und Sonntag 11 bis 19 Uhr) vom Restaurant Rittmeister bereits zum dritten Mal „Rittmeisters Weihnachtsmarkt“ veranstaltet – mit weihnachtlichen Speisen, Glühwein, Rittmeisters Weihnachtsbier, musikalischem Programm, Kinderunterhaltung und vielem mehr.

Am Samstag, den 16. Dezember, findet ab 14 Uhr in Glindow der Weihnachtsmarkt im Biergarten des Deutschen Hauses statt. Glindower Vereine präsentieren sich dort, ortsansässige Unternehmen bringen ihre Angebote mit. Es gibt Selbstgebackenes und um 15 Uhr treten in der Glindower Kirche die Klangkirschen auf. Am Sonntag, den 17. Dezember, um 15 Uhr gibt es dort ein Konzert des Gemischten Chors Glindow.

Weihnachtlich geht es im ganzen Advent auf dem Tannenhof in Plessow, Lehniner Chaussee 11, zu. Auf der ausgedehnten Plantage können nicht nur Weihnachtsbäume selbst geschlagen werden. Auf dem Hof, in der Scheune und im Hofladen wird an den Adventswochenenden auch ein stimmungsvolles Programm mit Livemusik und weihnachtlichen Events geboten.

Werder (Havel), 30. November 2017

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Parkhaus am Bahnhof wieder frei

Die Bauarbeiten zur Sanierung des Parkhauses am Bahnhof Werder (Havel) sind am heutigen Freitag abgeschlossen worden. Neben den Parkdecks 5 und 6, die wegen Unterhaltungs- und Reparaturmaßnahmen seit längerer Zeit geschlossen waren, mussten für die komplette Bauzeit auch die Parkdecks 3 und 4 des Parkhauses gesperrt werden. Ab sofort sind alle Parkdecks wieder nutzbar. Letzte Restarbeiten, die die Nutzbarkeit nicht wesentlich einschränken, sollen in den kommenden Wochen stattfinden.

In den vergangenen Wochen sind die Oberflächenversiegelungen von zwei Parkdecks komplett ersetzt und fehlende Betonfugen eingeschliffen worden. Außerdem gab es im Parkhaus mit seinen 234 Stellplätzen umfassende Renovierungsarbeiten. Die Gesamtkosten für die Arbeiten liegen bei rund 500.000 Euro.

Werder (Havel), 30. November 2017

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Baumarbeiten an der B1

Im Zeitraum vom 29. November bis 23. Dezember werden auf der Bundesstraße 1 in Werder (Havel) zwischen Potsdamer Straße und Lietzes Weg wie angekündigt Baumfällarbeiten und Neupflanzungen im Auftrag des Landesbetriebs Straßenwesen durchgeführt. Für die Arbeiten muss die Straße jeweils abschnittsweise halbseitig gesperrt werden. Der Verkehr wird per Ampel geregelt. Die Streckenabschnitte betragen meist bis zu 50 Meter, einzelne Abschnitte werden auf 85 Meter halbseitig gesperrt. Mit Verkehrsbeeinträchtigungen ist zu rechnen.

Im Zuge der Arbeiten werden 103 Bäume gepflanzt und 57 Bäume mit massiv eingeschränkter Vitalität gefällt. In Abhängigkeit vom Platz für die Kronen- und Wurzelentwicklung kommen bei den Neupflanzungen Baumarten wie Spitzahorn, Hainbuche, Platane und Ulme zur Anwendung. Die Ausschreibung für die Arbeiten hat die Firma Baumschulen Angendohr GmbH aus Märkisch Linden gewonnen. Sie wird die Pflanzung anschließend vier Jahre lang betreuen.

Werder (Havel), 28. November 2017

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Vorverkauf für Weihnachtskonzert beginnt

Er bezeichnet sich selbst als "der letzte lebende Troubadour“. Am Samstag, den 9. Dezember 2017 wird "Squeezebox Teddy" um 19 Uhr zum Weihnachtskonzert in der Heilig-Geist-Kirche in Werder (Havel) erwartet. Seit 18 Jahren "on the Road", verbreitet Teddy mit einer Stimme von hohem Wiedererkennungswert eine sehr eigene und unverwechselbare Atmosphäre. Seine musikalische Weihnacht in Werder (Havel) nimmt ihren Anfang in Irland und Schottland und führt über Deutschland, Italien, Russland nach Amerika. Internationale Folkmusik, Rockballaden, Klassik, Oldies und Schlager – für jeden ist etwas dabei.

Karten sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich und kosten 15 Euro (12 Euro ermäßigt), an der Abendkasse 18 Euro. Kartenvorverkaufsstellen sind die Tourist-Information Werder (Havel), die Buchhandlung Hellmich, der Sanddorn-Garten Petzow, VS-Verrückte Schuhe auf der Insel, der Töplitzer Einkaufsmarkt, der Derwitzer Hofladen an der B1 und Das Kartenhaus im Werderpark.

Programmflyer als PDF-Datei


Werder (Havel), 17. November 2017

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Ausstellung zur Geschichte der Sportvereine in Werder



Volles Haus zur Vernissage: Am Mittwochabend ist die Ausstellung „Die Geschichte unserer Sportvereine“ im KUNST-GESCHOSS in Werder (Havel) eröffnet worden. Die Idee für die Ausstellung hatte Stadtsportbundchef Klaus-Dieter Bartsch. Sie ist mit der Unterstützung von 15 Sportvereinen der Stadt und dem KUNST-GESCHOSS-Kurator Frank W. Weber umgesetzt worden.

Originelle, handgemalte Poster des FC Viktoria aus der Nachkriegszeit, die Olympiamedaille von 1976 der Werderaner Ruderin Brigitte Ahrenholz, eine historische Schützenscheibe von 1912 oder ein fahrbereites und zugelassenes Dürrkopp-Motorrad von 1902 des MC Blütenstadt sind unter den Dutzenden historischen Ausstellungsstücken zu finden.



Die ersten Werderaner ergänzten die Schau bereits mit Stücken aus ihrer eigenen Sammlung, so ist die handgestickte Gründungsfahne des Radsportvereins Borussia 1895 am Mittwoch durch Bei-Wimpel ergänzt worden. Und Peter Enke brachte das vermutlich älteste Sportbild aus seiner Sammlung mit: Es zeigt den „Städtischen Männerturnverein zu Werder a. H.“ und stammt aus dem Jahre 1894.

„Die Sportvereine von Werder waren immer ein Ort sozialer Gemeinschaft in allen Lebenslagen“, sagte Kurator Weber. Die ausgestellten Stücke würden die großen Erfolge der Werderaner Vereinssportler bis hin zum Olympiasieg darstellen. Nach den Worten von Klaus-Dieter Bartsch spielt die Ausstellung im KUNST-GESCHOSS „in der Champions League“.

Er sei stolz, dass die Tradition der Sportvereine im Jahr des 700. Stadtjubiläums in dieser Form gewürdigt wird, sagte Klaus-Dieter Bartsch. Er erinnerte daran, dass Werder (Havel) im Jahr 2007 Landessieger beim Wettbewerb „Sportlichste Stadt des Landes Brandenburg“ geworden ist, im kommenden Jahr wolle man sich erneut um den Titel bewerben.

Bürgermeisterin Manuela Saß und Werders 1. Beigeordneter Christian Große würdigten am Mittwoch das Engagement von Klaus-Dieter Bartsch, der den Stadtsportbund seit seiner Neugründung im Jahr 1992, also seit 25 Jahren, leitet und in seiner Funktion unzählige Impulse für das Sportleben in Werder setzen konnte. „Sie sind überall in Werder dabei und manchmal frage ich mich, ob ihr Tag 48 Stunden hat“, so die Bürgermeisterin. Bartsch erhielt die Jubiläumsmedaille der Stadt mit der Nummer 10. „Das ist beim Fußball die Nummer des Spielemachers, die hast Du Dir verdient“, so Christian Große.

Mit der Ehrenurkunde der Stadt ist bei der Vernissage am Mittwoch der Werderaner Geher Christopher Linke gewürdigt worden. Bürgermeisterin Saß erinnerte an sportliche Erfolge wie die Olympiateilnahme 2012. Bei der Olympiade 2016 in Rio de Janeiro und bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 habe er gegen die weltweite Konkurrenz fünfte Plätze erringen können.

Die vertraute Werderaner Fahne sei bei allen wichtigen Rennen präsent und bis heute nehme Christopher Linke auch an den Baumblütenläufen in seiner Heimatstadt teil. „Zu Ihrem Heimspiel am 11. August 2018 zu den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin ist alles möglich. Das sportbegeisterte Werder wird sie unterstützen und anfeuern“, so Manuela Saß.

Ausstellung vom 9. November bis 7. Januar 2018, immer Donnerstag, Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Wegen der Feiertage ist die Stadtgalerie KUNST-GESCHOSS nicht am 23. und 24. Dezember, am 31. Dezember und am 1. Januar geöffnet, dafür aber zusätzlich am 25. und 26. Dezember sowie am 30. Dezember.


Werder (Havel), 15. November 2017

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