Blütenstadt Werder (Havel)

Bericht der Bürgermeisterin 4/2026

Bericht von Manuela Saß zur Stadtverordnetenversammlung am 17. September 2026.
Foto: Björn Stelley
Bei der Restaurierung erhielt die Mühle moderne Nachbauten der historischen Hechtschen Federjalousieflügel

Sehr geehrte Frau Vorsitzende,
sehr geehrte Damen und Herren Stadtverordnete,

seit der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 28. Mai hat die Stadt mehrere wichtige Vorhaben abgeschlossen oder in die Umsetzung gebracht. Im Mittelpunkt standen der Ausbau unserer Infrastruktur, Investitionen in Schulen und Kitas, die Stärkung des Bevölkerungsschutzes sowie der weitere Ausbau digitaler Angebote. Zugleich haben zahlreiche Veranstaltungen und Beteiligungsformate das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt geprägt. Über die wesentlichen Entwicklungen möchte ich Sie im Folgenden informieren.


Stadtentwicklung und Infrastruktur

Verkehr, Mobilität und technische Infrastruktur

Am 1. Juli konnten wir den erneuerten Abschnitt des Jahnufers in Glindow freigeben. Auf rund 500 Metern ist dort ein durchgehender Geh- und Radweg entstanden. Die Maßnahme schafft damit eine durchgehende Verbindung abseits der Landesstraße 90.

Seit Ende August läuft der zweite von vier Bauabschnitten in der Eisenbahnstraße: Zwischen Kastanienweg und An der Föhse werden rund 130 Meter unter Vollsperrung erneuert. In diesem Bereich werden Leitungen umfassend neu- und umverlegt. Wegen des komplexen Leitungsbestands dauert der Abschnitt voraussichtlich bis Mitte Mai 2027.

Am 25. Juni wurde am Bahnhof der Grundstein für die modulare Fahrradabstellanlage gelegt. Das künftige Fahrradparkhaus bietet insgesamt 357 Stellplätze und verbessert damit die Verknüpfung von Rad- und Bahnverkehr am Bahnhof. Das Vorhaben wird zu einem hohen Anteil gefördert.

Der Entwurf des Radverkehrskonzeptes enthält rund 60 Maßnahmen. Vorgesehen sind insbesondere die Schließung von Netzlücken und weitere Verbesserungen der Radverkehrsinfrastruktur. Die Beschlussfassung ist für Dezember vorgesehen.

Die Verwaltung bereitet den grundhaften Ausbau eines rund 800 Meter langen Abschnitts der Plötziner Straße vor. Die Planung umfasst neben der Fahrbahn auch die Entwässerung, Gehwege, Stellplätze und Grünanlagen. Damit werden die verschiedenen Funktionen des Straßenraums gemeinsam betrachtet.

Mit Blick auf wiederkehrende Probleme bei Starkregen und Überflutungen kontrolliert die Verwaltung verstärkt die Einhaltung der Regenwasserentsorgungssatzung. Damit soll die regelgerechte Regenwasserentsorgung sichergestellt und den wiederkehrenden Problemen entgegengewirkt werden.

Beim Glasfaserausbau hat sich die Ausgangslage verändert. Die Deutsche Glasfaser hat ihren geplanten eigenwirtschaftlichen Ausbau in Werder abgesagt, nachdem ein Wettbewerber mit dem Netzausbau begonnen hat. Nach Angaben des Unternehmens werden auch bereits eingereichte Aufträge nicht umgesetzt und die Bürger aus den geschlossenen Verträgen entlassen. Im Stadtgebiet ist hingegen durch die Baustellen sichtbar der weiter voranschreitende Glasfaserausbau durch den Wettbewerber Glasfaser Plus.

Bauleitplanung

Der Flächennutzungsplan 2040 ist nach seiner Genehmigung und der Bekanntmachung am 2. September 2026 wirksam geworden. Damit liegt die aktualisierte vorbereitende Bauleitplanung für die langfristige städtebauliche Entwicklung des gesamten Stadtgebietes vor.

Ebenfalls am 2. September 2026 wurde der Bebauungsplan Nr. 077/23 „Fontanestraße“ für den Ortsteil Glindow bekannt gemacht. Damit ist der Bebauungsplan in Kraft getreten.


Bildung und Soziales

Schulen und Kindertagesstätten

Am 19. Juni wurde der Erweiterungsbau der Grundschule Karl Hagemeister für die Nutzung freigegeben. Er schafft unter anderem acht zusätzliche Klassenräume und ist ein wesentlicher Schritt bei der Weiterentwicklung des Schulstandortes. Mit den neuen Räumen verbessern sich die räumlichen Voraussetzungen für den Unterricht und die Organisation des Schulalltags.

An der Carl-von-Ossietzky-Schule konnte am 25. Juni ein sanierter und modern ausgestatteter Physikraum eingeweiht werden. Der neue Fachraum verbessert die Bedingungen für einen zeitgemäßen naturwissenschaftlichen Unterricht. Während der Sommerferien nutzte die Stadt die unterrichtsfreie Zeit darüber hinaus für zahlreiche Unterhaltungs-, Reparatur- und Modernisierungsarbeiten in Schulen, Kitas und Horten.

Die zusammengeführten kommunalen Kitas Havelzwerge und Anne Frank tragen seit Anfang Juli den neuen Namen Blütenkinder. Die Kinder waren an der Namensfindung beteiligt. Der Name steht damit zugleich für den gemeinsamen Neustart der beiden Einrichtungen.

Die Kita Eichenhof feierte im Juni ihr 60-jähriges Bestehen. Gemeinsam mit der Stadt, der HGW, dem Förderverein und zahlreichen Gästen blickte die Einrichtung auf ihre Entwicklung und viele Jahre gemeinsamer Arbeit mit den Familien zurück. Auch die Kita Märchenwald in Phöben feierte im Juni ihr 50-jähriges Bestehen mit Kindern, pädagogischen Fachkräften, Eltern und Wegbegleitern. Die Einrichtung begann wie die Kita Eichenhof als sogenannte Erntekita und betreut heute 46 Kinder.

Beteiligung und Begegnung

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen wurde weitergeführt. Am 1. Juli verbanden wir die Kinder- und Jugendsprechstunde mit einem Zukunftsworkshop im Jugendclub. Dabei konnten junge Menschen ihre Ideen und Wünsche für die weitere Entwicklung der Stadt unmittelbar einbringen. Die nächste Ausgabe von Frag die Bürgermeisterin ist für den 30. September vorgesehen und wird mit einer Graffitiaktion auf Papier verbunden.

Auf den Werderwiesen wurde der modernisierte Bolzplatz am 9. Juni für die Nutzung freigegeben. Mit dem Projekt konnten zwei Maßnahmen aus dem Zukunftshaushalt 2024/2025 umgesetzt werden. Damit steht dort wieder ein modernisiertes Bewegungsangebot zur Verfügung.

Die Stadtbibliothek führte erneut ihren Lesesommer für Kinder der Klassenstufen 1 bis 6 durch. Insgesamt beteiligten sich 140 Kinder daran. In der Ferienaktion wurden 658 Bücher gelesen. Sie endete am 9. September mit einem Abschlussfest und einer Autorenlesung. Für September kündigte die Bibliothek außerdem ihre Beteiligung am bundesweiten Spieletag an.

Auch für die ältere Generation gab es ein gut angenommenes Begegnungsangebot. Rund 200 Gäste besuchten das Sommerfest des Seniorenbeirates. Musik, Informationen und persönliche Gespräche standen dabei gleichermaßen im Mittelpunkt.

Für das geplante Inselzentrum Töplitz bestehen gute Aussichten auf eine Förderung. Das Vorhaben wurde im LEADER-Auswahlverfahren berücksichtigt. Damit kann die Stadt nun einen formellen Förderantrag für die Sanierung und den Umbau zum Vereinshaus stellen. Mit dem Projekt soll ein verlässlicher Ort für das örtliche Vereinsleben und gemeinschaftliche Aktivitäten entstehen.


Feuerwehr

Ausstattung und Einsatzbereitschaft

Die Ortsfeuerwehr Derwitz wird die Fahrzeugausstattung verbessert. Das Land Brandenburg fördert 50 Prozent des Beschaffungspreises eines neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 10. Innenminister Dr. Jan Redmann übergab hierzu am 5. September einen symbolischen Förderscheck. Die Förderung entlastet den städtischen Haushalt bei dieser notwendigen Beschaffung.

Am selben Termin wurden die beiden neuen Feuerwehrboote Havelwächter und Karl getauft. Die Stadt hat rund 137.000 Euro in die Boote investiert. Damit steht den Einsatzkräften neue Technik für Einsätze auf den Gewässern zur Verfügung.

Nach dem Einbruch in das Gerätehaus Glindow konnte ein Großteil der entwendeten Feuerwehrtechnik im Zuge der Ermittlungen sichergestellt und an die Feuerwehr zurückgegeben werden. Das war für die Einsatzbereitschaft der Ortsfeuerwehr eine wichtige Nachricht.

Mit Tagen der offenen Tür, der Stadtmeisterschaft und der laufenden Mitgliederwerbung zeigten unsere Ortsfeuerwehren zugleich ihre Leistungsfähigkeit. Diese Veranstaltungen boten Bürgerinnen und Bürgern Einblicke in die Arbeit der Feuerwehr und warben um neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter.

Sicherheit und Bevölkerungsschutz

Der Katastrophenschutz-Leuchtturm wurde im Juni im Beisein von Innenminister Dr. Jan Redmann erneut praktisch erprobt. Das Übungsszenario umfasste unter anderem einen länger andauernden Stromausfall. Dabei konnten die vorgesehenen Abläufe und die praktische Arbeitsfähigkeit des Leuchtturms unter Krisenbedingungen weiter erprobt werden.

Am bundesweiten Warntag am 10. September beteiligte sich Werder mit allen zwölf Sirenen im Stadtgebiet. Zusätzlich wurde die Warnung über ein Lautsprecherfahrzeug des Ordnungsamtes getestet. Der Warntag diente dazu, die vorhandenen Warnmittel gemeinsam zu erproben und die Bevölkerung mit den Warnsignalen vertraut zu machen.

Ergänzend informierte die Stadt über das KatRetter-System. Medizinisch qualifizierte Ersthelferinnen und Ersthelfer können sich registrieren und bei einem Notfall in ihrer Nähe zusätzlich zum regulären Rettungsdienst alarmiert werden. Das System soll die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes sinnvoll überbrücken.
Zum Schuljahresbeginn verstärkten Ordnungsamt und Polizei ihre Präsenz an den Grundschulen. Mit gezielten Hinweisen appellierten sie an alle Verkehrsteilnehmer, in den Bereichen vor den Schulen besonders aufmerksam zu fahren und Rücksicht auf Schulanfängerinnen und Schulanfänger zu nehmen.


Verwaltung, Organisation und Digitalisierung

Kommunale Wärmeplanung

Die Stadt hat mit der Erstellung ihrer kommunalen Wärmeplanung begonnen. Ziel ist es, die örtlichen Voraussetzungen für eine künftig sichere, wirtschaftliche und klimafreundliche Wärmeversorgung systematisch zu untersuchen. Dabei geht es zunächst um eine strategische Bestandsaufnahme und um mögliche Entwicklungspfade für das gesamte Stadtgebiet.
Mit der Erarbeitung des Wärmeplans wurde Energieplanung360 beauftragt. Zu Beginn werden die bestehenden Versorgungsstrukturen und Wärmebedarfe erfasst. Daran schließt sich eine Potenzialanalyse an, in der mögliche erneuerbare Wärmequellen, Einsparpotenziale und geeignete Versorgungsansätze untersucht werden.
Die Öffentlichkeit wird im weiteren Verfahren beteiligt. Der Wärmeplan soll bis Ende 2027 fertiggestellt werden und der Stadt, Versorgungsunternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern als Orientierung für künftige Entscheidungen dienen. Wichtig ist dabei: Die Wärmeplanung ist ein strategisches Planungsinstrument. Sie entfaltet keine unmittelbare rechtliche Außenwirkung für einzelne Eigentümerinnen und Eigentümer und verpflichtet niemanden bereits zu einer bestimmten Heiztechnik.

Internetauftritt und digitale Dienste

Am 2. Juni wurde der neue Internetauftritt der Stadt freigeschaltet. Die Seiten wurden neu strukturiert und optisch überarbeitet, damit Informationen und Dienstleistungen leichter gefunden werden können. Der neue Auftritt bildet zugleich die technische Grundlage für den weiteren Ausbau des digitalen Bürgerservice. Mit dem Internetauftritt wurden erste zusätzliche Verwaltungsleistungen online verfügbar. Weitere Angebote sowie digitale Bezahlfunktionen sollen schrittweise folgen.

Erprobung einer KI gestützten Sitzungsprotokollierung

Die Verwaltung hat eine KI-gestützte Software für die Protokollierung und inhaltliche Zusammenfassung von Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung erprobt. Bei umfangreichen Diskussionen und komplexen Sachverhalten liefert die Anwendung bereits gut strukturierte Zusammenfassungen. Schwierigkeiten bestehen jedoch noch bei der zuverlässigen Zuordnung der Wortbeiträge zu den einzelnen Tagesordnungspunkten sowie bei der Unterscheidung der Rednerinnen und Redner. Die Ergebnisse müssen deshalb derzeit noch umfangreich manuell nachbearbeitet werden. So ergibt sich noch kein verlässlicher Zeitgewinn. Eine abschließende Bewertung ist daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgesehen.

Gegen Ende des Jahres soll unter anderem die Mikrofontechnik im Sitzungssaal erneuert werden. Wenn die einzelnen Mikrofone den jeweiligen Sitzungsteilnehmern technisch zugeordnet werden können, dürfte dies auch die Sprechererkennung und die Zuordnung der Wortbeiträge verbessern. Die neue Technik eröffnet außerdem die Möglichkeit, das gesprochene Wort während der Sitzung unmittelbar sichtbar zu machen. Damit könnte sie neben einer effizienteren Protokollierung auch zu einem barriereärmeren Zugang für Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen beitragen.

Werder-App gestartet

Seit dem 6. Juli steht die kostenlose Werder-App zur Verfügung. Sie bündelt aktuelle städtische Nachrichten und wichtige Informationen für die Nutzung auf dem Smartphone. Bürgerinnen und Bürger erhalten damit einen zusätzlichen mobilen Zugang zu den Inhalten der Stadt.
Der Werder Kurier ergänzt die digitalen Angebote weiterhin als gedrucktes Informationsmedium. Die im Juni verteilte Ausgabe berichtete über aktuelle Projekte und Themen der Stadt. Mit Internetseite, App und Werder Kurier stehen damit verschiedene Informationswege zur Verfügung, die unterschiedliche Nutzungsgewohnheiten berücksichtigen.

Ausbildung und Zuständigkeiten

Seit dem 1. September 2026 verstärkt Herr Dario Cramer als neuer Auszubildender die Stadtverwaltung. Damit setzt die Verwaltung die Ausbildung eigener Nachwuchskräfte fort.
Die interne Aufgabenverteilung wurde angepasst. Der Zuständigkeitsbereich Brandschutz ist vom Fachbereich 3 in den Fachbereich 1 gewechselt und wird somit mit dem Bevölkerungsschutz zusammengeführt. Herr Engel übernimmt seit dem 1. September 2026 wieder die Stellvertretung der Fachbereichsleitungdes Fachbereiches 3. Der 1. Beigeordnete wird bis auf Weiteres den Fachbereich 3 kommissarisch leiten.

Haushalt 2027 und Jahresabschluss 2024

Der Jahresabschluss 2024 wurde am 7. Juli 2026 dem Rechnungsprüfungsamt zur Prüfung übergeben.
Parallel läuft die abschließende Vorbereitung der Haushaltsplanung 2027. Die Planungsgrundlagen werden fortlaufend an die aktuellen Veränderungen auf Landes- und Landkreisebene angepasst. Am 25. August fand hierzu eine Informationsveranstaltung mit den Stadtverordneten statt. Der Entwurf wird den Stadtverordneten innerhalb der nächsten zehn Tage übermittelt.


Wirtschaft und Stadtleben

Ausbildung und Wirtschaft

Der Wirtschaftstag am 10. September brachte auf der Bismarckhöhe rund 450 Gäste zusammen. Schülerinnen und Schüler konnten dort unmittelbar mit Unternehmen und Auszubildenden ins Gespräch kommen und sich über Berufe und Karrierewege informieren. Vertreten waren Betriebe und Einrichtungen aus Industrie, Handwerk, Handel, Gesundheitswesen und öffentlichem Dienst.
Erstmals wurde beim Wirtschaftstag eine Ausbildungsbroschüre für die Region vorgestellt. Sie ergänzt die persönlichen Gespräche auf der Messe und macht die vorhandenen Ausbildungsangebote über den Veranstaltungstag hinaus sichtbar. Der Wirtschaftstag unterstützt damit sowohl die berufliche Orientierung junger Menschen als auch die Nachwuchsgewinnung der regionalen Arbeitgeber.

Tourismus und Freizeit

Die Havel-Therme feierte Anfang Juli ihr fünfjähriges Bestehen. Sie hat sich in den fünf Jahren seit ihrer Eröffnung zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Die ursprünglich erwarteten Besucherzahlen haben sich nahezu verdoppelt; zugleich hat sich die Therme weit über Brandenburg hinaus einen Namen gemacht und wichtige Impulse für den Tourismus sowie die Entwicklung der Havelauen gesetzt. Sie ist dabei nicht nur ein attraktives Angebot für Gäste, sondern auch ein Bad für die Menschen vor Ort, in dem insbesondere viele Kinder schwimmen lernen. Ich habe den Betreibern, der Geschäftsführung und dem gesamten Team zum Jubiläum gratuliert und mich für die gute und verlässliche Zusammenarbeit bedankt. Geplante Erweiterungen im Umfeld der Therme, darunter Wohnbebauung und ein Hotel, bieten weitere Entwicklungsperspektiven für diesen erfolgreichen Standort.
Die Tourist-Information wurde erneut mit der roten i-Marke des Deutschen Tourismusverbandes ausgezeichnet. Das Qualitätssiegel bestätigt die geprüfte Beratungs- und Servicequalität der Einrichtung. Drei neue Fotopunkte im Stadtgebiet ergänzen das touristische Angebot und setzen ausgewählte Ansichten unserer Stadt in Szene.

Mühlenfest

Am 8. August, wurde das traditionelle Mühlenfest gefeiert. Zahlreiche Vereine haben sich wieder präsentiert und für ein buntes Programm für die ganze Familie gesorgt.

Stadtflohmarkt

Für den zweiten Stadtflohmarkt „Von Hof zu Hof“ am 13. September hatten sich rund 130 private Verkaufsstände angemeldet. Das Format verteilte die Verkaufsorte über das gesamte Stadtgebiet und brachte Nachbarschaften und Besucher unmittelbar miteinander in Kontakt.

Stadtradeln

Auch das Stadtradeln stößt erneut auf große Resonanz. Aktuell sind 387 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 40 Teams registriert. Bis zum 20. September sammeln die Teams gemeinsam Kilometer und machen zugleich sichtbar, welche Bedeutung das Fahrrad im Alltag und in der Freizeit hat.


Kultur und Erinnerung

Gedenken und historische Erinnerung

Auf dem Neuen Friedhof wurde im Juni mit „Namen gegen das Vergessen“ ein neuer Gedenkort geschaffen. Er erinnert namentlich an Opfer von Krieg und Gewalt und gibt den dort bestatteten beziehungsweise erinnerten Menschen ihre Namen zurück.
Am 17. Juni erinnerte die Stadt an den Volksaufstand von 1953 und dessen Bedeutung für die deutsche Demokratiegeschichte. Am 13. August gedachten Bürgermeisterin Manuela Saß und die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Annette Gottschalk, am Denkmal „Den Opfern von Krieg und Gewalt“ der Opfer des Mauerbaus und der deutschen Teilung. Anlass war der 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer.
Mit der Beteiligung am Flaggentag für den Frieden setzte Werder am Neuen Rathaus ein Zeichen für Frieden und gegen Atomwaffen. Die Stadt beteiligte sich damit erneut sichtbar an diesem friedenspolitischen Anliegen.

Kunst und Literatur

Zum 130. Geburtstag von Max Dungert erinnerte die Stadt an den expressionistischen Maler und Grafiker. Dungert starb 1945 in Alt Töplitz und ist auf dem Töplitzer Friedhof in einem von der Stadt gepflegten Kriegsgrab beigesetzt. Die Erinnerung verbindet seine künstlerische Biografie mit einem konkreten Ort in Töplitz.
Im KUNST-GESCHOSS stand im Sommer zunächst eine Ausstellung mit Arbeiten von Hajo Blank auf dem Programm. Im September wurde anschließend die Ausstellung „formalästhetisch“ mit Werken von Christoph Mertens und Max Stiller eröffnet. Rund 50 Gäste nahmen an der Eröffnung im Schützenhaus teil.
Am 17. September wird die Bockwindmühle mit dem Poetry-Slam „Zwischen Zeilen und Ziegeln“ zur Open-Air-Bühne. Sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer treten mit eigenen Texten an. Die Stadt unterstützt die Veranstaltung organisatorisch und vor Ort.


Ausblick

In den kommenden Wochen werden die laufenden Baumaßnahmen, insbesondere in der Eisenbahnstraße, weitergeführt. Für die Plötziner Straße werden die Planungen zum grundhaften Ausbau weiter konkretisiert.

Mit dem Abschluss des Stadtradelns am 20. September und der Kinder- und Jugendsprechstunde am 30. September stehen weitere Termine an. Über die Ergebnisse dieser und weiterer Veranstaltungen sowie die nächsten Projektstände wird fortlaufend informiert.

Vielen Dank.

Werder (Havel), 23. September 2026