Fragen, Ideen und gemeinsame Aktionen
Kochen, konzipieren und gestalten: Ein Rückblick auf die Kinder- und Jugendsprechstunden der Bürgermeisterin in diesem Jahr.
Die Kinder- und Jugendsprechstunde von Bürgermeisterin Manuela Saß ist in diesem Jahr mit drei Terminen fortgesetzt worden. Jedes Treffen war mit einer besonderen Aktion verbunden und bot Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Fragen, Wünsche und Ideen direkt einzubringen.
Gemeinsam kochen und ins Gespräch kommen
Im März wurde im Jugendclub gemeinsam gekocht. Auf den Tisch kamen Nudeln mit Tomatensoße. Beim Schnippeln, Rühren und Essen entstand eine lockere Atmosphäre, in der Fragen und Gespräche ihren Platz fanden. Die Kinder und Jugendlichen interessierten sich unter anderem für das Baumblütenfest, für Baustellen auf der Autobahn rund um Werder und für die Hobbies einer Bürgermeisterin.
Manuela Saß nahm sich Zeit, die Fragen zu beantworten und zu erklären, wie bestimmte Entscheidungen in der Stadt getroffen werden. Dabei wurde zum Beispiel gefragt, warum verlassene Gelände oder Gebäude nicht einfach durch die Stadt wiederbelebt werden und für neue Angebote genutzt werden können. Die Bürgermeisterin erklärte, dass sich solche Areale wie die Friedrichshöhe in privatem Eigentum befinden und die Stadt deshalb nicht selbst über die Entwicklung entscheiden kann.
Ideen für den Zukunftshaushalt
Im Juli stand der Zukunftsworkshop auf dem Programm. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit der Frage, wie sich die Stadt in Zukunft entwickeln soll und was sie sich für ihren Alltag wünschen. Dabei entstanden 16 Projektideen für den Werderaner Zukunftshaushalt.
Eingereicht wurden unter anderem Projekte wie Blühwiesen, ein Fußballtor für den Jugendclub, ein Open-Air-Kino und eine Silent-Disco-Veranstaltung. Die Jugendlichen konnten ihre Vorschläge erläutern, weiterentwickeln und erfahren, welche Schritte notwendig sind, damit aus einer Idee ein umsetzbarer Vorschlag für den Bürgerhaushalt wird.
Kreativ mit Graffiti auf Papier
Im September wurde es bunt: Bei der dritten Kinder- und Jugendsprechstunde entstanden Graffiti auf Papier. Unter dem Motto „Wie soll unsere Stadt in fünf Jahren aussehen?“ konnten die Teilnehmer ihre Wünsche, Forderungen und Zukunftsvorstellungen kreativ darstellen.
Dabei ging es vor allem darum, was Werder (Havel) schön und lebenswert macht. Der Stadtwald, das Wasser, die Insel – die Jugendlichen setzten sich aktiv mit ihrem Umfeld auseinander. Die einzelnen Zeichnungen und Gestaltungen wurden anschließend gemeinsam mit der Bürgermeisterin besprochen.
„Ich finde es wichtig, mit Kindern und Jugendlichen dort ins Gespräch zu kommen, wo sie sich aufhalten – und zwar auf eine möglichst unkomplizierte Art. Beim Kochen, im Workshop oder beim Gestalten fällt es leichter, Fragen zu stellen und eigene Ideen einzubringen. Gleichzeitig kann ich erklären, wie Entscheidungen im Rathaus getroffen werden, warum vielleicht mal etwas länger dauert oder wo Mitwirkung möglich ist. So wird Verwaltung verständlicher und Beteiligung ganz praktisch erlebbar“, resümiert Manuela Saß.
Die Kinder- und Jugendsprechstunde der Bürgermeisterin soll im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Die Termine und Formate werden bekannt gegeben.
