Blütenstadt Werder (Havel)

Mit Zeitkapsel und Hammerschlägen: Grundstein für Fahrradparkhaus gelegt

Die moderne Anlage soll Pendlern künftig einen sicheren und komfortablen Umstieg auf Bus und Bahn ermöglichen.

Foto: Martin Karnbach
Christoph Heuing, Christian Große, Michael Fugel und Volker-Gerd Westphal versenken die Zeitkapsel zur Grundsteinlegung des Fahrradparkhauses.

Erst verschwand die Zeitkapsel im Fundament, dann folgten die Hammerschläge auf den Grundstein: Am Mittwoch  hat die Stadt Werder (Havel) gemeinsam mit ihren Projektpartnern den symbolischen Start für das neue Fahrradparkhaus am Bahnhof gefeiert.

Die Zeitkapsel versenkten der Erste Beigeordnete Christian Große, VBB-Geschäftsführer Christoph Heuing, Brandenburgs Infrastrukturstaatssekretär Volker-Gerd Westphal und Michael Fugel, Geschäftsführer der GB infraVelo GmbH. Sie enthält unter anderem die aktuelle Ausgabe des Werder Kuriers, die Baufreigabe für das Fahrradparkhaus und eine Urkunde mit den Unterschriften der rund 30 Teilnehmer der Grundsteinlegung.

Fertigstellung noch in diesem Jahr

Mit dem VBB-RadPark erhält der Bahnhof Werder (Havel) 357 neue Fahrradstellplätze. Die Anlage wird Teil der VBB-Mobilstation und soll den Umstieg vom Fahrrad auf Bus und Bahn erleichtern. Dank der modularen Bauweise soll das Fahrradparkhaus noch in diesem Jahr fertiggestellt und in Betrieb genommen werden.

Foto: Martin Karnbach
Eine Teilnehmerin der Grundsteinlegung unterschreibt eine Urkunde, die in die Zeitkapsel kam.

„Das Fahrradparkhaus ist für uns ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des gesamten Bahnhofsareals“, sagte der Erste Beigeordnete Christian Große. „Mit dem Radfahrer- und Fußgängertunnel und der neuen Bahnunterführung an der L 90 stehen ab 2028 weitere zentrale Projekte bevor.“

Rahmenplan gibt Perspektive für Bahnhofsumfeld

Für das gesamte Bahnhofsumfeld gebe es einen städtebaulichen Rahmenplan mit einer klaren Perspektive. Das Fahrradparkhaus sei deshalb auch als Startschuss für die weitere Entwicklung des Bahnhofsbereichs zu verstehen, sagte Große.

Foto: Martin Karnbach
Moderne Fahrräder dienten als Kulisse für den Termin.

Auch Brandenburgs Infrastrukturstaatssekretär Volker-Gerd Westphal sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt für die Mobilität. „Der neue VBB-RadPark in Werder (Havel) ist der bisher größte Baustein unserer Fahrradabstelloffensive an Bahnhöfen.“

357 zusätzliche Stellplätze, ein sicheres Parkhaus in modularer Holzbauweise und kurze Wege zum Bahnsteig machten den Bahnhof Werder zu einem echten Mobilitätsknoten. Solche Projekte zeigten, wie Investitionen in gute Infrastruktur den Alltag der Menschen ganz konkret verbesserten, sagte Westphal.

Stellplatzangebot in Brandenburg wird verdoppelt

VBB-Geschäftsführer Christoph Heuing erklärte, mit der Grundsteinlegung in Werder (Havel) werde die nächste Ausbaustufe des Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken im Land Brandenburg“ eingeläutet. Nach bereits errichteten Anlagen entstünden in diesem Jahr weitere Standorte, unter anderem in Potsdam, Angermünde, Hoppegarten, Sachsenhausen und Blankenfelde. Damit könne das Stellplatzangebot für Fahrräder in Brandenburg nahezu verdoppelt werden.

Foto: Martin Karnbach
Hinter dem Grundstein ist die Bewehrung für das Streifenfundamet des Fahrrradparkhauses - und damit die Umrisse des Neubaus - zu erkennen.

Am Bahnhof in Werder entstehen 159 Stellplätze sowie sechs Stellplätze für Lastenräder in einer gesicherten Sammelschließanlage mit digitalem Buchungs- und Zugangssystem. Hinzu kommen 192 Stellplätze in einer frei zugänglichen, überdachten Anlage.

Beigeordneter Große dankt für Unterstützung

Das Fahrradparkhaus wird im Rahmen des Pilotprojekts „Modulares Fahrradparken im Land Brandenburg“ errichtet. Die zuwendungsfähigen Baukosten für den Standort Werder (Havel) belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro. Das Vorhaben wird zu 90 Prozent über das Bundesförderprogramm „Stadt und Land“ sowie Fördermittel der Länder Brandenburg und Berlin finanziert. Christioan Große danket für diese

Christian Große dankt dem Bund, den Ländern Brandenburg und Berlin sowie allen Projektpartnern für die Unterstützung. „Die großzügige Förderung und die gute Zusammenarbeit machen dieses Projekt möglich. Dafür gilt allen Beteiligten unser herzlicher Dank.“

Werder (Havel), 25. Juni 2026