Blütenstadt Werder (Havel)

Übungen am Katastrophenschutz-Leuchtturm erfolgreich fortgesetzt

Stark für den Ernstfall: Im Beisein des Innenministers Dr. Jan Redmann hat die Stadt Werder (Havel) zu Übungszwecken erneut den Katastrophenschutz-Leuchtturm in Betrieb genommen.

Foto: Stadt Werder (Havel)/fro
Parallel zur Übung fand ein Tag der offenen Tür am Leuchtturm statt.

In Werder (Havel) ist am Samstag der Katastrophenschutz-Leuchtturm in der Havelauenhalle erneut für eine umfassende Übung aktiviert worden. Ziel war es, den Aufbau sowie den Betrieb der Einrichtung unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben und zu verstetigen. Begleitet wurde die Übung von Brandenburgs Innenminister Dr. Jan Redmann. Er machte sich vor Ort ein Bild von der vom Land geförderten Ausstattung des Leuchtturms sowie von dem Engagement der ehrenamtlichen Kräfte.

Informationsangebot angenommen

Im Mittelpunkt der Übung stand das Szenario eines länger anhaltenden Stromausfalls. Geprobt wurden insbesondere der Aufbau und die Inbetriebnahme des Leuchtturms, einschließlich der Einspeisung von Notstrom, sowie die Strukturen und Routinen im laufenden Betrieb.

Erstmals fand die Übung unter Beteiligung der Öffentlichkeit statt. Im Rahmen eines Tags der offenen Tür konnten sich Bürgerinnen und Bürger über die Funktion und Bedeutung des Katastrophenschutz-Leuchtturms informieren. Das Angebot wurde gut angenommen.

Foto: Stadt Werder (Havel)/hkx
Innenminister Dr. Jan Redmann informierte sich über Aufbau, Struktur und Inbetriebnahme des Leuchtturms.

Vorab angemeldete Bürgerinnen und Bürger nahmen als Statisten an der Übung teil und konfrontierten das Team gezielt mit unterschiedlichen, realitätsnahen Anliegen und Unterstützungsbedarfen. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark unterstützte den Tag der offenen Tür in seiner Funktion als zuständige Bevölkerungsschutzbehörde, unter anderem mit Informationsangeboten zur privaten Krisenvorsorge.

Innenminister Dr. Jan Redmann: „Werder (Havel) hat einen von über 330 Katastrophenschutz-Leuchttürmen im Land Brandenburg. Solche Übungssituationen sind essentiell, um zu überprüfen, ob Ausstattung und Material für die Leuchttürme funktionieren und wie sie eingesetzt werden. Besonders beeindruckt hat mich in Werder (Havel) das System, mit dem der Leuchtturm betrieben wird. Hier kommt nicht die Freiwillige Feuerwehr zum Einsatz, die in der Krisensituation andere Aufgaben zu erfüllen hat, sondern eine Gruppe aus Ehrenamtlichen. Sie erklären sich damit bereit, in schwierigen Situationen Verantwortung für die Gemeinschaft und für Ihre Heimat zu übernehmen.“

Werders 1. Beigeordneter Christian Große: „Der Katastrophenschutz-Leuchtturm ist ein zentraler Baustein für die Sicherheit unserer Stadt. Mein Dank gilt vor allem den zahlreichen ehrenamtlichen Kräften, die den Betrieb mit ihrem Engagement überhaupt erst ermöglichen. Gleichzeitig ist es wichtig, dass wir uns alle mit den Themen Eigenvorsorge und Krisenmanagement auseinandersetzen. Nur wenn ein entsprechendes Bewusstsein in der Bevölkerung vorhanden ist, können wir Krisensituationen gemeinsam gut bewältigen.“

Unterstützung aus der Region

Der Katastrophenschutz-Leuchtturm dient im Krisenfall als zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung, insbesondere bei Ausfällen kritischer Infrastruktur wie Strom oder Kommunikation. Zweimal jährlich finden am Werderaner Leuchtturm in der Havelauenhalle (Potsdamer Str. 4) Übungen statt. Die Übungen werden durch den Werderaner EDEKA-Markt mit Geschäftsführerin Katrin Schneider unterstützt. „Dafür sind wir sehr dankbar. Diese Art der Mitwirkung aus der Region stellt einen wichtigen Baustein für die Öffentlichkeitsarbeit im Bevölkerungsschutz dar“, so Projektleiter und Fachbereichsleiter Philipp Konopka.

Werder (Havel), 23. Juni 2026