Verpflanzt statt gekauft
Im Park Petzow sind vor einigen Tagen zwölf Jungbäume gepflanzt worden. Das Sachgebiet Grün hat die Arbeiten gemeinsam mit dem Bauhof umgesetzt. Die Besonderheit: Die Bäume stammen aus der Feuchtwiese im Park und sind Nachkommen der ursprünglichen Bepflanzung des mehr als 200 Jahre alten Gutsparks.
Sie wurden im vergangenen Frühjahr im Zuge von Gehölzentfernungen aufgenommen, zunächst an den Rand der Fläche verpflanzt und mit einem Pflanzschnitt vorbereitet. Von dort aus sind sie jetzt an ihren endgültigen Standort umgesetzt worden. Zwei Exemplare wurden direkt in vorhandene Stubben gepflanzt.
Teil eines langfristigen Parkkonzepts
Auf Grundlage einer gartendenkmalpflegerischen Zielplanung wird die Lennésche Parkanlage in den kommenden Jahren wieder der ursprünglichen Gestaltung angenähert. Mit der Nutzung von vorhandenem Gehölz bleibt der Charakter des Parks gewahrt.
Mit diesem Ansatz bleibt nicht nur wertvolles Pflanzenmaterial erhalten. Als gebietsheimische Ableger der historischen Parkbepflanzung sind die Bäume genetisch an die örtlichen Bedingungen angepasst und fügen sich stimmig in die Anlage ein.
Perspektive für weitere Pflanzungen
Das Verpflanzen innerhalb des Parks wird als Versuch angelegt. Entwickeln sich die Jungbäume wie erwartet, soll das Verfahren künftig regelmäßig angewendet werden. Ziel ist es, den Baumbestand im Park Petzow schrittweise zu stärken und dabei konsequent auf vorhandenes Material zurückzugreifen.
