Werder erinnert an den Bau der Berliner Mauer vor 65 Jahren
Bürgermeisterin Manuela Saß und SVV-Vorsitzende Annette Gottschalk haben heute der Opfer der deutschen Teilung gedacht.
Bürgermeisterin Manuela Saß und die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Annette Gottschalk haben am heutigen 13. August am Denkmal „Den Opfern von Krieg und Gewalt“ ein Blumengebinde niedergelegt. Anlass ist der 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer.
Am 13. August 1961 hatte die DDR-Führung begonnen, die Grenze zu West-Berlin abzuriegeln. Straßen und Bahnverbindungen wurden gesperrt, Stacheldraht gezogen und in den folgenden Wochen die ersten Teile der Mauer errichtet. Familien, Freunde und Nachbarn wurden voneinander getrennt. Für die Menschen in der DDR wurde die Möglichkeit zur Flucht in den Westen weitgehend versperrt.
Bundeskanzler Konrad Adenauer bezeichnete die Abriegelung wenige Tage später vor dem Deutschen Bundestag als „eine beispiellose Bankrotterklärung“. Sie zeige, „dass die Menschen, die in diesem Teil Deutschlands zu leben gezwungen sind, nur unter Anwendung physischen Zwanges daran gehindert werden können, dieses Paradies der Arbeiter und Bauern zu verlassen“.
Mit der Niederlegung erinnert die Stadt Werder (Havel) an die Opfer der deutschen Teilung und der SED-Diktatur. Zugleich gilt das Gedenken den Menschen, die wegen ihres Wunsches nach Freiheit verfolgt und inhaftiert wurden oder bei Fluchtversuchen ihr Leben verloren.
Die Berliner Mauer und die innerdeutsche Grenze teilten Deutschland mehr als 28 Jahre lang. Erst die Friedliche Revolution in der DDR machte 1989 den Weg für den Fall der Mauer und schließlich für die deutsche Einheit frei.
