Blütenstadt Werder (Havel)

Zum 130. Geburtstag von Max Dungert

Der Künstler gehörte zur Avantgarde der Weimarer Republik. Sein Leben endete 1945 als Soldat in Töplitz, beigesetzt ist er auf dem Töplitzer Friedhof.

Foto: Stadt Werder (Havel) / AL
Sein Grab ist eines von vier dort erhaltenen Kriegsgräbern, die von der Friedhofsverwaltung der Stadt Werder (Havel) gepflegt werden.

Vor 130 Jahren, am 3. September 1896, wurde der Maler und Grafiker Max Dungert in Magdeburg geboren. Der Künstler gehörte zur Avantgarde der Weimarer Republik. Sein Leben endete 1945 in Alt Töplitz, beigesetzt ist er auf dem Töplitzer Friedhof. Zum Jahrestag erinnert die Stadt Werder (Havel) an Max Dungert.

Dungert hatte die Kunstgewerbeschule Magdeburg besucht und gehörte 1919 zu den Gründern der expressionistischen Künstlervereinigung „Die Kugel“. Nach seinem Umzug nach Berlin schloss er sich 1921 der Novembergruppe an. 1937 wurde eines seiner Werke im Zuge der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmt. 1944 wurde Max Dungert zum Kriegsdienst verpflichtet.

Diese biografischen Angaben stammen aus dem Magdeburger Biographischen Lexikon der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Am 26. April 1945 verstorben

Die örtlichen Unterlagen dokumentieren Dungerts Tod in Alt Töplitz. Im Sterbedokument ist als Sterbeort „Alt Töplitz, an der Autobahn“ vermerkt. Als letzten Wohnort nennt es die Schillerstraße in Berlin-Charlottenburg. In der Kriegsgräberliste ist der 26. April 1945 als Todestag vermerkt.

Dungert ist auf dem Töplitzer Friedhof beigesetzt. Sein Grab ist eines von vier dort erhaltenen Kriegsgräbern, die von der Friedhofsverwaltung der Stadt Werder (Havel) gepflegt werden.

Auch seine Frau Anna Dungert lebte später in Alt Töplitz, wo sie im März 1947 starb. Unter welchen Umständen Max Dungert nach Töplitz kam und wie er zu Tode kam, geht aus den vorliegenden örtlichen Unterlagen nicht hervor.

Werder (Havel), 3. September 2026