Heimatgeschichtliche Beiträge 2019 erschienen

Die vielfältige Schriftenreihe wird vom Heimatverein jährlich mit verschiedenen Autoren zusammengestellt, der Druck wird von der Stadt bezuschusst

Erhard Schulz und Klaus Froh vom Heimatverein, Manuela Saß und Baldur Martin

Wurde beim ersten Baumblütenfest vor 1879 bereits Obstwein getrunken? Wie hat sich seit 2006 die Einwohnerzahl der Havelauen entwickelt? Wie gestaltete sich das Werderaner Musikleben in der DDR-Zeit? Und wie kam es, dass mit Prof. Hermann Nicolai ein weltweit anerkannter Gravitationsphysiker nach Werder gezogen ist? Solche und viele andere Fragen werden in den Heimatgeschichtlichen Beiträgen 2019 thematisiert, die jetzt erschienen sind.

Die vielfältige Schriftenreihe wird vom Heimatverein Werder (Havel) jährlich mit verschiedenen Autoren zusammengestellt, der Druck wird von der Stadt bezuschusst. „Wieder zeichnet sich das Heft durch gründlich recherchierte Texte zur Werderaner Stadtgeschichte aus“, sagt Bürgermeisterin Manuelas Saß. „Ein breites Feld von interessanten Themen wird behandelt und regt den einen oder anderen vielleicht zu eigenen heimatgeschichtlichen Nachforschungen an.“

Herausgeber Dr. Baldur Martin gehen seit der 700-Jahrfeier der Stadt 2017 die Autoren jedenfalls nicht aus. „Selbst das 30. Heft für das kommende Jahr ist schon fast voll“, sagt er. Für die aktuelle Ausgabe bilden zwei Jubiläen den Auftakt: Zum einen das 140-jährige Bestehen des Obst- und Gartenbauvereins, zum anderen die wechselvolle Geschichte des Baumblütenfestes mit bemerkenswerten Höhen und Tiefen. Dass mit den Einwohnern jetzt über Veränderungen diskutiert wird, ist in den Augen Baldur Martins der Beginn einer besseren Phase.

Dr. Klaus-Peter Meißner zieht  in der Broschüre eine Schlussbilanz für die Entwicklung der Havelauen, dem neuen Wohn- und Gewerbequartier im Norden der Stadt. Heimatvereinsvorsitzender Dr. Klaus Froh schaut in seinem Beitrag auf die Geschichte der Havelauen als Fliegerhorst. Welche geistigen Kapazitäten sich inzwischen in Werder angesiedelt haben, wird im Beitrag über den Prof. Hermann Nicolai deutlich, der von Baldur Martin selbst porträtiert wird.

Ein zweites Mal  auf die Spuren des historischen Baumblütenfestes begibt sich das Heft dann mit dem Dichter  Christian Morgenstern in einem Beitrag von Jürgen Raßbach. Und die Sopranistin Dietlinde Schröder blickt  einfühlsam auf das geistig-kulturelle Schaffen in der DDR zurück. Insgesamt haben die Heimatgeschichtlichen Beiträge in diesem Jahr acht Autoren und sind 64 Seiten dick. Sie sind in einer Auflage von 300 Exemplaren gedruckt worden.

Die Heimatgeschichtlichen Beiträge 2019 sind zum Preis von 7,50 Euro in der Buchhandlung Hellmich, Brandenburger Straße 161 und im Kartenhaus im Werderpark, Auf dem Strengfeld 6, erhältlich.

 

 

 

 

 

 

 

Werder (Havel), 27.11.2019