Wenn Werders Blüten blühen

Die Gewinner des Wettbewerbs „Blühende Gartenstadt 2020“ für ganzjährig abwechslungsreiche und durchgrünte Gartengestaltung stehen fest

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Wieder geht ein grünes und blühendes Jahr in Werder (Havel) zu Ende. Die Wasserknappheit machte es vielleicht schwieriger, aber nicht unmöglich, einen blühenden Vorgarten, schöne Haus- und Hofgärten, kreativ gestaltete Balkone, Terrassen, Fensterkästen, Hauseingänge und Fassaden zu präsentieren. Und alle wurden von der sachkundigen Jury des städtischen Wettbewerbes „Blühende Gartenstadt“ auf ihren Stadtrundgängen beobachtet und bewertet. Kriterien dabei sind eine abwechslungsreiche und durchgrünte Gartengestaltung und ganzjähriges Blühen. Die Gewinner wurden regelmäßig veröffentlicht.

Eine besondere Auszeichnung erhalten die Gewinner der Ganzjahresgestaltung - sie bekommen neben der Prämie auch eine hochwertige Schiefertafel auf Acryl mit der Aufschrift „Blütenstadt Werder - vorbildlicher Garten“ und der jeweiligen Jahreszahl. Die meisten Gewinner haben ihre Tafeln gut sichtbar am Zaun oder am Haus angebracht. Einer hat sie sogar in eine Gartenbank eingelassen.

Mit dem Wettbewerb sollen die gärtnerischen Beiträge der Werderaner zur Verschönerung der Stadt gewürdigt werden. Christian Große, 1. Beigeordneter der Stadt Werder (Havel), bedankt sich bei den Werderanern für den Erhalt und die Fortführung der gärtnerischen Tradition in der Blütenstadt: „Sich in seiner Stadt wohlzufühlen fängt bei vielen unserer Mitbürger zu Hause an. Für sich und für die Nachbarn, für die Einheimischen und die vielen Gäste der Stadt kleine oder große grünende und blühende Oasen zu schaffen, ist ein schönes und wichtiges Zeichen der Verbundenheit zur Heimatstadt. Dafür bedanke ich mich bei allen Hobbygärtnerinnen und -gärtnern der Stadt. Meine Glückwünsche gehen an die Preisträger des Jahres 2020“.  

Ein grünes Paradies hat die Jury des städtischen Wettbewerbes „Blühende Gartenstadt“ im Scheunhornweg 31 bei der Familie Udo Schell gefunden. „Ein Garten, der zu allen Jahreszeiten interessant bepflanzt ist. Es gibt einen vielfältigen und pflegeintensiven  Blütenmix, dazu unter anderem auch eine Kräuterecke, eine Vogeltränke, Vogelfutterstellen,  ein Insektenhotel und - jetzt in der Adventszeit - eine nette Gestaltung“, heißt es unter anderem in der vom Dezember stammenden Begründung der Jury für die Ehrung des Gartens mit der Ganzjahres-Auszeichnung.   

Der kleine Vorgarten von Familie Schubert mit Blick auf den Glindower See am Plötzhorn 46a ist das ganze Jahr von der Sonne verwöhnt. „Bemerkenswert ist der offensichtliche Pflegeaufwand der vielen verschiedenen prächtigen Gewächse im Jahreslauf. Dazu kommen sehr  viele dekorative Elemente“, so die Jury in der Begründung für die Ehrung mit Prämie und Plakette für 2020.   

Auch die folgenden Preisträger in der Ganzjahresauswahl haben sich mit Kreativität ausgezeichnet. Es gibt übrigens keine Rangfolge in den Ehrungen. Jury-Mitglied Dr. Baldur Martin stellte fest: „Alle Auszuzeichnenden ließen es vom Frühjahr bis zum Herbst durchblühen. Im Frühjahr/ Sommer in voller Pracht, vielfältig und gärtnerisch interessiert angelegt. Im Herbst naturbedingt meist etwas verhaltener. Die Naturräume setzten Grenzen, die klimatischen und die Bodenbedingungen mussten berücksichtigt und genutzt werden. Die vorgegebenen Bewertungskriterien wurden eingehalten oder häufig erfreulicherweise noch übertroffen. Die individuelle Gestaltung zeugt von der Begeisterung am „Gärtnern“. Alle Vorgeschlagenen leisten einen bedeutsamen Beitrag zur Erhaltung und weiteren Ausgestaltung unserer lebenswerten blühenden Gartenstadt Werder (Havel)“. Herzlichen Glückwunsch! 

„Das dreiseitige Eckgrundstück der Familie Düsker, Inselblick 1, ist allseits ganzjährig mit zumeist blühenden Gehölzen ausgestaltet und gärtnerisch voll genutzt, auch mit Obst (z. B. Süßkirsche), welches die Vertikale betont. Die lockere Hecke lässt Durchblicke zu. Auch der Eingangsbereich ist zu beiden Seiten dekorativ mit Pflanzen bestückt“, urteilt die Jury und belohnt mit der Auszeichnung.

„Der gesamte Garten, auch mit Blick nach hinten, ist fachmännisch angelegt.  Prächtiger Vorgarten mit Obst (z.B. Birne). Rasenfläche sehr gut gerahmt.  Ausgewogener Wechsel von Stauden und Gehölzen. Auch Einbeziehung der Vertikale (z.B. Sonnenblumen), und von Polster bildenden Gewächsen“ -   so die Jury in der Begründung zur Ehrung mit Prämie und Plakette für die Familie Naumann in der Gartenstraße 12.  

Das große Eckgrundstück Obstzüchterstraße 57/59 wird von den Familien Steckel und Knütter gepflegt. „Der Artenreichtum mit Sträuchern, Obstbäumen, Gräsern, Bodendeckern und die Dekoration von Treppen und Fensterbrettern sind immer jahreszeitlich abgestimmt, vielfältig und kreativ. Zu jeder Jahreszeit gibt es etwas, das blüht. Die Nachbarn haben sich offensichtlich auch bei den Farben abgesprochen. Ein stimmiges Bild ergibt sich dem Betrachter in jeder Wachstumsphase und immer gibt es etwas zu entdecken, auch die kleinste Ecke wird gestaltet. Neben der Blütenpracht gibt es gepflegte Obstbäume. Heimische Gehölze, Sträucher, Stauden und Kräuter, an denen sich der Spaziergänger erfreuten kann“, bewertet die Jury.           

Schöne Gärten in Werder - auch im Winter

Wettbewerb „Blühende Gartenstadt“ auch 2021. Einige Tipps für den winterlichen Garten 

So kurz vor Weihnachten bleibt nicht mehr viel Zeit, im Garten zu werkeln. Die Natur, die uns so viel Schönheit oder eine reiche Ernte geschenkt hat, begibt sich in die Winterruhe. Die Gartensaison ist eigentlich beendet. Von unseren Gewinnern des städtischen Wettbewerbes „Blühende Gartenstadt“ können Interessierte viel lernen. Wer sich bei einem Spaziergang die Gewinnergärten anschaut, sieht jetzt, dass dort vielfach naturnah gegärtnert wird. Das heißt, richtig aufgeräumt wird erst im Frühling.

Den Garten fit für den Winter machen, heißt, ihn beispielsweise auch als Quartier für Igel, Insekten und viele andere Klein- und Kleinstlebewesen fit zu machen. Dafür reicht es oft, einfach mal nicht zu viel aufzuräumen, nicht zu viel zu harken, ruhig mal einen schönen Laubhaufen mit Schnittresten liegen zu lassen. Denn dort findet der Igel einen passenden Platz für den Winterschlaf. Auch Trockenmauern und Steinhaufen sind nicht nur in der warmen Jahreszeit ein geschütztes Plätzchen für Insekten, Schleichen oder Kröten. In den meisten unserer Gewinnergärten sind Skulpturen als schmückende Elemente, die besonders im Winter sichtbar werden, wenn die blühende Pracht nicht ablenkt, wichtige Bestandteile des Gartens.

Ebenso wissen erfahrene Hobbygärtner, dass Vögel im Winter Leben in den Garten bringen. Also sind vielerorts Vogelhäuser anzutreffen. Naturschutzvereine rufen inzwischen dazu auf, die Vögel ganzjährig zu füttern, um ihr Überleben zu sichern. Hingucker in den Gärten sind im Winter viele Ziergräser, Restlaub und Samenstände von Stauden. Ebenso sind leuchtend rote Beeren an Sträuchern ein schöner Winterschmuck. Auch die großen vertrockneten Blütenstände der Hortensien beispielsweise sehen im Winter wunderschön aus, ebenso die immergrünen Rhododendren. Wer sich bereits bei der Gartenplanung mit der vierten Jahreszeit beschäftigt, kann so Akzente setzen, die einen Farbtupfer ins triste Grau bringen.Bestens geeignet sind auch Christrosen, Zaubernuss, der essbare violette Zierkohl oder Winterschneeball.

Was aber ist noch zu tun im winterlichen Garten? Wer die Werderaner kennt, weiß, dass sie es auch im winterlichen Garten immer schön ordentlich und sauber haben wollen. Und so werden die letzten Laubblätter vom Rasen geharkt, aber bitte nur, wenn die grüne Pracht nicht gefroren ist. Laute Laubbläser oder Laubsauger sind bei großen Rasenflächen noch verständlich, in privaten Gärten sind sie meist unnötig und schädlich, harken hingegen ist eine schöne Möglichkeit, sich an der frischen Luft zu bewegen. Das Laub sorgt dann auf den Beeten und unter Gehölzen als Mulchschicht für einen guten Schutz, auch als Überwinterungsort für Klein- und Kleinstlebewesen und zu guter Letzt wird das im Laufe des Winters zerfallene Laub im Frühjahr in den Boden eingearbeitet zu einem wertvollem Dünger.

An regenarmen Tagen müssen Pflanzen auch im Winter gegossen werden. Dabei sollte man darauf achten, nur ins Erdreich zu gießen, Blätter und Äste sollten trocken bleiben. Immergrüne Pflanzen erfrieren meist nicht im Winter, sie vertrocknen. Empfindliche Obstbäume sollten spätestens jetzt einen Kalkanstrich erhalten. Der verhindert, dass die Rinde rissig wird und sich somit keine Schädlinge oder Erreger von Krankheiten einnisten können. Den Kalkanstrich gibt es im Gartenfachhandel oder im Baumarkt. Man kann ihn aber auch ganz leicht selbst anrühren. Zehn Liter Wasser, ein Liter einfacher Tapetenleim ohne Zusatzstoffe und rund 1,5 Kilogramm Kalk sind die drei Zutaten. Wenn der Kalk dann im Laufe des nächsten Jahres durch Regen oder Bewässerung abgewaschen wird, düngt er obendrein den Baum.

Der Wettbewerb „Blühende Gartenstadt“ wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Die Jury ist das ganze Jahr in der Stadt unterwegs.

 

 

 

 

 

Werder (Havel), 28.01.2021