Hautnah am Krokodil

Wim Westfield mit „Sea & Sirens“ bis zum 5. September im Kunst-Geschoss. Der Fotokünstler lobt Werders Stadtgalerie

Foto: Stadt Werder (Havel) / low
Foto: Stadt Werder (Havel) / low

Die Sommerausstellung „Sea & Sirens“ ist derzeit und bis zum 5. September in unserer Stadtgalerie Kunst-Geschoss zu sehen. Für seine beeindruckenden Fotografien reiste Wim Westfield an die schönsten Tauchspots dieser Welt. In der Karibik, in Kroatien, Hawaii oder Kuba entstanden diese „Sehnsuchtsbilder“, wie sie Bürgermeisterin Manuela Saß bei ihren Begrüßungsworten während der Vernissage nannte.

Sie freute sich ebenso wie Frank W. Weber, Kurator der Ausstellung, und der Künstler selbst über die große Zahl der interessierten Gäste. Westfield lobte zudem die Stadt, die sich eine so schöne Galerie leistet.

Manuela Saß befand angesichts der Schau mit den großformatigen, farbgewaltigen und auf maximal sechs Abzüge limitierten Fotografien: „Das hat mir in den vergangenen anderthalb Jahren gefehlt. Die Ausstellungen in unserer Galerie, die das Herz aufgehen lassen, die begeistern, die überraschen oder auch Fragen aufwerfen. Das ist auch heute wieder gelungen“.

Der in Sachsen-Anhalt geborene Westfield ist seit der Wiedervereinigung weltweit als Reporter und Fotograf unterwegs, aber auch als Autor von Büchern und Fernsehfilmen erfolgreich. Mit der Ausstellung „Sea & Sirens“, deren Bilder auch in einem immerwährenden Kalender verewigt sind, verbindet er zarte Erotik und die Schönheit der Unterwasserwelt.

Auf einem Monitor in der Stadtgalerie sind verschiedene kleine Filme zu sehen, die die Entstehung der Fotografien dokumentieren. Sie erbringen auch den Beweis, dass nichts geschönt, bearbeitet oder gar manipuliert ist. Krokodile oder Haie: die Models ließen sich auf die sprichwörtlich hautnahen Kontakte mit den Meeresbewohnern ein.

Die Begegnung mit den Krokodilen, sonst als aggressiv und angriffslustig bekannt, war nicht gefährlich, wie Westfield erzählte. Die Fotos entstanden im Meeresnationalpark Kuba in einem sonst nicht zugänglichen Bereich. Dort kennen die Krokodile Menschen nicht und zeigen demzufolge weder Flucht- noch Angriffsreflexe. Allerdings musste der Fotograf zuerst ins Wasser, um die jungen Frauen von der Ungefährlichkeit zu überzeugen, wie er lächelnd gestand.

In einem weiteren Beitrag erfährt der Betrachter, dass es mehrere hundert Kopfsprünge des Fotomodels in das azurblaue Meerwasser brauchte, bis das Ergebnis den Fotokünstler überzeugte. Ebenso begeistern die Nahaufnahmen von Monsterwellen, bei deren Anblick man den Moment der Gefahr beim Auslösen der Kamera förmlich sieht.

 

 

Wim Westfield, Frank W. Weber, Manuela Saß. Foto: low
Wim Westfield, Frank W. Weber, Manuela Saß. Foto: low

Werder (Havel), 23.07.2021