Weiter so, Viktoria!

Grußwort von Bürgermeisterin Manuela Saß zum 100. Geburstag des Werderaner FC Viktoria 1920

Altes Fußballplakat von Viktoria, die zu diesem Zeitpunkt BSG Vulkanfiber hieß. Foto: hkx
Altes Fußballplakat von Viktoria, die zu diesem Zeitpunkt BSG Vulkanfiber hieß. Foto: hkx

Der Werderaner FC Viktoria wird am 11. Juli 100 Jahre alt. An sich war ein Jubiläumsempfang geplant, der Corona-bedingt leider auf den 101. Geburtstag verschoben werden musste. Mit einem Grußwort richtet sich Bürgermeisterin Manuela Saß zum Jubiläum dennoch an die 500 Vereinsmitglieder.

„Hinter einem Fußballverein wie dem Werderaner FC Viktoria steckt eine gewaltiger Apparat: Der Trainings-und Spielbetrieb von 13 Mannschaften ist aufrecht zu erhalten. Dazu benötigt man gute Spieler, Trainer und Betreuer, Schiedsrichter, engagierte Eltern und Familienmitglieder.

Man benötigt ein starkes  Führungsteam, das den Laden zusammenhält, treue Sponsoren und natürlich lautstarke Fans. Man benötigt eine Infrastruktur und den gemeinsamen Willen, sie zu erhalten und zu pflegen. Manchmal ist auch gutes Wetter ganz hilfreich.

Damit die Maschine 100 Jahre läuft, benötigt es dann auch noch Kraftstoff im Tank. Beim Werderaner Viktoria heißt dieser Kraftstoff Team- und Kampfgeist, Zusammenhalt und Fairness, Engagement und Heimatliebe. Und ein grünweißes Herz. Von Kindesbeinen an kann man bei Viktoria lernen, was es heißt, ein waschechter Werderaner Kicker zu sein, Siege zu feiern und aus Niederlagen zu lernen.

Das geht schon so seit einer ganzen Weile: Am 11. Juli 1920 wurde in Werder (Havel) die Abteilung Fußball vom „BSC Viktoria 1889“ gegründet, die Geburtsstunde des Vereins. Schon in den Anfangsjahren gab es sechs Fußballmannschaften im Wettkampfbetrieb, vier davon für Kinder und Jugendliche.

Nach den Kriegsjahren nahmen Sportkameraden schon 1945 auf der ehemaligen „Schützenwiese“, dem Standort des heutigen Arno-Franz-Sportplatzes, den Übungsbetrieb wieder auf. Bald sollte auch wieder der Kinder- und Jugendbetrieb ein wichtiger Teil des Vereinsalltags sein.

Die Corona-Pandemie hat uns in den vergangenen Monaten bitter vor Augen geführt, was uns fehlt, wenn Viktoria nicht mehr auf den Rasen darf.

Nach mehreren Namensänderungen und der Aufnahme in die BSG Einheit Werder wurde Viktoria 1990 wieder zum eigenständigen Verein. Heute ist er mit 500 Mitgliedern der größte Verein  in Werder (Havel)  und spielt eine herausragende Rolle im Sport- und Freizeitleben und bei der Kinder- und Jugendarbeit der Stadt. Die Hälfte der Mannschaften ist Fußballernachwuchs.

Viktoria hat einen beachtlichen Leistungskader. Für Nachschub für die  1. Männermannschaft, die seit Jahren erfolgreich in der 1. Brandenburgliga spielt, ist auch aus der Heimatstadt immer gesorgt. Zugleich hat der Verein mit Klaus-Dieter Bartsch seit mehr als einem Vierteljahrhundert einen Präsidenten, der für seinen Verein lebt und wirkt wie kein anderer. Und der zum Jahreswechsel wieder ein Frauenteam auf die Beine gestellt hat, das leider etwas ausgebremst wurde.

Die Corona-Pandemie hat uns in den vergangenen Monaten bitter vor Augen geführt, was uns fehlt, wenn Viktoria nicht mehr auf den Rasen darf. Umso mehr wünsche ich allen Vereinsmitgliedern, dass wieder unbeschwert auf den Werderwiesen und auch im Spielbetrieb auf den Plätzen der anderen Vereine gekickt werden kann.    

Zum 100. Geburtstag möchte ich dem FC Viktoria 1920 ganz herzlich gratulieren und „weiter so“ sagen. Auch ohne Jubiläumsempfang möchte ich mich für das 100-jährige sportliche Engagement, die sportlichen Leistungen und die ehrenamtliche Arbeit vor und hinter den Kulissen ganz herzlich bedanken.

Ich wünsche Ihnen und Euch, dass immer reichlich Kraftstoff im Tank ist!

Manuela Saß, Bürgermeisterin"

Manuela Saß. Foto: Björn Stelley
Manuela Saß. Foto: Björn Stelley

Werder (Havel), 9.07.2020