Fragen zur Umfrage Baumblütenfest

Zur Online-Umfrage zur Zukunft des Baumblütenfestes erreichen uns immer wieder Fragen. Hier haben wir die wichtigsten Antworten zusammengestellt

Wie wurden die Werderaner über die Umfrage informiert?

Es gab Informationen u.a. über die städtische Homepage, Veröffentlichungen in der Presse und in sozialen Netzwerken. Die Umfrage wurde zudem per Hauswurfsendung der Post an alle Werderaner Haushalte versendet. Insgesamt sind etwa 15.000 Briefe verschickt worden.

Wie viele Teilnehmer gab es?

Online beteiligten sich insgesamt 5134 Personen, davon füllten 4038 die komplette Umfrage aus. In schriftlicher Form wurden weitere 160 Umfragebögen abgegeben. Insgesamt beteiligten sich 5294 Personen, das entspricht ca. 23 Prozent der Werderaner Bevölkerung über 16 Jahren. Als Kontrollgruppe wurden 250 Personen zufällig aus dem Melderegister gezogen. Diese bekamen die Umfrage in schriftlicher Form zugeschickt. 126 Personen haben an der Kontrollgruppe teilgenommen.

War der Ablauf der Umfrage transparent?

Der komplette Ablauf war transparent, die Stadtverordneten und Bürger waren und sind eingeladen, sich zur Vorbereitung, zum Ablauf und zur Auswertung der Umfrage in der Stadtverwaltung zu informieren. Alle Ergebnisse stehen inklusive aller Rohdaten im Netz zur Einsichtnahme zur Verfügung.

Wie sind die Fragen entwickelt worden?

Die Fragen sind zum einen aus den Impulsen entstanden, die bei einer Einwohnerversammlung am 4. November von Werderanern zur Zukunft des Festes gegeben wurden. Zum anderen wurden die Stadtverordneten gebeten, ihre Fragestellungen für das Fest ab 2021 mitzuteilen.

Welche Verbindlichkeit hat die Umfrage?

Die Umfrage ist Teil eines informellen Beteiligungsverfahren. Das heißt, es handelt sich hier um beratende Bürgerbeteiligung. Die Umfrageergebnisse sollen ein Stimmungsbild liefern, um im weiteren Verfahren eine Diskussionsgrundlage zu haben.

Sind die Ergebnisse repräsentativ?

Nein, es handelt sich nicht um eine repräsentative Umfrage. Wenn sich mehrere Tausend Menschen zu einem Thema äußern, bildet das dennoch ein gutes Bild der Meinungen in der Stadt ab.

Ich habe gehört, es konnte mehrfach abgestimmt werden? Können Manipulationen denn ausgeschlossen werden?

Um die Hürde gering zu halten und aufgrund der geringen Zeit für das Gesamtverfahren haben wir uns dazu entschieden, eine einfache Online-Umfrage (die auch schriftlich ausgefüllt werden konnte) durchzuführen.  Eine Umfrage, bei der jeder Einwohner einen eigenen Code bekommen hätte, wäre mit dem Ziel eines neuen Konzeptes für das Fest 2021 zeitlich nicht möglich gewesen. Eine mehrfache Abstimmung war somit tatsächlich möglich. Manipulationen im großen Stil können wir dennoch ausschließen. Die Ergebnisse wurden auf Plausibilität geprüft (z.B. Abgleich, ob es mehr Teilnehmer mit gleicher IP Adresse gab, als in einem Haushalt zu erwarten wären oder Abgleich, ob durch Scripte automatisierte Antworten eingegeben wurden etc.). Um sicherzustellen, dass wir ein annähernd repräsentatives Ergebnis haben, haben wir zusätzlich mit einer Kontrollgruppe von zufällig ausgewählten Einwohnern gearbeitet, die die Umfrage schriftlich ausgefüllt haben. Auch die Kontrollgruppe hatte zum Ziel, größere Abweichungen zu erkennen.

Gab es Unterschiede zwischen der Onlineumfrage und der Umfrage der Kontrollgruppe?

Leichte Abweichungen, wie zum Beispiel bei der höheren Zustimmung zur Version 3 (Baumblüte in Höfen und Gärten mit ergänzenden dezentralen Angeboten) in der Kontrollgruppe gab es. Sie wurden bei der Informationsveranstaltung am 10. Februar, wo alle Ergebnisse vorgestellt wurden, auch vorgetragen. Insgesamt haben sich die Ergebnisse aber weitgehend gedeckt. Das kann sich online jeder anschauen.

Werden zukünftig weitere Umfragen stattfinden?

Ja, davon ist auszugehen. Jedes Beteiligungsverfahren bedient sich verschiedener Methoden. Umfragen sind eine Methode.

Werden zukünftige Befragungen in gleicher Weise durchgeführt?

Wahrscheinlich nicht. Wir sind derzeit auf der Suche nach einem Umfragetool, das langfristig genutzt werden kann. Wir beobachten beispielsweise das neue Stahnsdorfer Modell einer „rechtssicheren Umfrage“ mit Interesse und haben Kontakt zur der entsprechenden Firma aufgenommen. Solche Umfragen als Form der Einwohnerbeteiligung sollen aber auch künftig nicht den Eindruck eines  Bürgerentscheides erwecken, der die Wirkung eines Beschlusses der Stadtverordneten entfaltet. Diese wären auch nur für Ja-Nein-Entscheidungen zulässig. Komplexere Befragungen behalten immer beratenden Charakter, den auch das jetzige Verfahren hat.

Wie wird die Umfrage gewichtet?

Die Onlineumfrage ist einer der Schritte in einem mehrstufigen Beteiligungsverfahren, das den Stadtverordneten ein Stimmungsbild der Bevölkerung zur Zukunft des Baumblütenfest ab 2021 geben soll. Die Onlineumfrage gibt uns in diesem Beteiligungsschritt ein Abbild der Vielfalt an Meinungen sowie der groben Verteilung von Einstellungen zum Fest. Alle Umfragen dienen letztlich dazu, ein möglichst differenziertes Bild zu bekommen. Am Ende des mehrstufigen Beteiligungsprozesses müssen die Stadtverordneten für sich entscheiden, welches Gewicht sie den Umfrageergebnissen geben.

Werder (Havel), 14.02.2020