Nein zu Gewalt gegen Frauen

Zum Anti-Gewalt-Tag gegen Frauen wurde die UN-Woman-Fahne vor dem Rathaus gehisst

Bürgermeisterin Manuela Saß und Gleichstellungsbeauftragte Annika Lack mit der UN-Woman-Flagge. Foto
Bürgermeisterin Manuela Saß und Gleichstellungsbeauftragte Annika Lack mit der UN-Woman-Flagge. Foto

In Werder (Havel) ist zum heutigen „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ erstmals  die UN-Woman-Fahne vor dem Rathaus in der Eisenbahnstraße gehisst worden. „Mit der Flagge wollen u.a. Kommunen und Frauenhäuser auf die lokalen und internationalen Aktivitäten am Anti-Gewalttag aufmerksam machen“, sagt Werders Gleichstellungsbeauftragte Annika Lack.

„Gewalt ist nichts, wogegen ausschließlich Frauen zu schützen sind. Jeder kann ein Opfer von Gewalt sein. Wichtig ist jedoch, jedem Opfer eine Stimme zu geben, ihm zuzuhören und zu helfen! Hierfür ist die Zusammenarbeit aller Verantwortlichen in staatlichen und nicht-staatlichen Institutionen erforderlich“, so die Gleichstellungsbeauftragte weiter.

So unterstütze die Stadt Werder eine Plakataktion der Opferhilfe zur medizinischen Soforthilfe und vertraulichen Spurensicherung nach einer Vergewaltigung. Die Plakate wurden an Werderaner Hausärzte verteilt und auf der Homepage der Stadt veröffentlicht. „Wenn Opfer einer Vergewaltigung, aus welchen Gründen auch immer, nicht sofort eine Anzeige bei der Polizei erstatten, können sie in Schwerpunktkliniken Tatspuren sichern lassen und bei einer späteren Anzeigenerstattung kann auf das Beweismaterial zurückgegriffen werden“, so Annika Lack.

Viele Opfer würden diese Möglichkeit nicht kennen. Annika Lack: „Gewaltprävention, Opferschutz und Opferhilfe müssen deshalb nicht nur heute in die Öffentlichkeit getragen werden.“

Werder (Havel), 25.11.2020