Atomwaffenverbotsvertrag tritt heute in Kraft

Als Zeichen der Unterstützung wurde heute wie in vielen anderen Städten die Mayors-for-Peace-Flagge vor dem Werderaner Rathaus Eisenbahnstraße gehisst

Heute tritt der von den Vereinten Nationen im Jahr 2017 verabschiedete Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Atomwaffen sind ab jetzt völkerrechtlich geächtet und verboten. Die Organisation Mayors for Peace, ein von Hiroshima geführtes, weltweites Städtebündnis mit rund 8.000 Mitgliedern, darunter 700 Städte in Deutschland, begrüßt das Inkrafttreten des Vertrages. Werder (Havel) ist seit Oktober 2017 Mitglied der Initiative.

Als Zeichen der Unterstützung für dieses besondere Ereignis wurde heute wie in vielen anderen Städten die Mayors-for-Peace-Flagge vor dem Werderaner Rathaus in der Eisenbahnstraße gehisst. Dazu erklärt Bürgermeisterin Manuela Saß:

„Als Mitglied der Mayors for Peace begrüßen wir ausdrücklich das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages. Er ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Welt ohne Atomwaffen. Denn die humanitären Folgen eines Einsatzes von Atomwaffen sind katastrophal. Wir brauchen jetzt eine neue Debatte über nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle. Eine friedliche und sichere Zukunft lässt sich nur in einer Welt ohne Atomwaffen gestalten.“

Noch immer verfügen die Atommächte über schätzungsweise rund 13.400 Nuklearwaffen. Derzeit investieren die Nuklearwaffenstaaten massiv in die Modernisierung und Einsatzfähigkeit ihrer Atomwaffenarsenale. Vereinbarungen zur nuklearen Abrüstung – wie der INF-Vertrag -– wurden aufgekündigt, ohne dass ein Folgevertrag an seine Stelle getreten ist.

Werder (Havel), 22.01.2021