Zwei INSEK-Projekte auf den Weg gebracht

Die Stadt kann ein Einzelhandelskonzept und ein Parkpflegekonzept für den Petzower Schlosspark in Auftrag geben

Marktplatz auf der Insel. Foto: hkx
Marktplatz auf der Insel. Foto: hkx

Mit dem Beschluss des Nachtragshaushaltes haben die Stadtverordneten am Donnerstagabend unter anderem die Umsetzung zweier Projekte aus dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept INSEK auf den Weg gebracht. So kann für 50.000 Euro ein Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die Stadt in Auftrag gegeben werden. Hintergrund ist die bestehende Lücke zwischen den „Satellitenstandorten“ Havelauen und Strengfeld im Zentrum der Stadt.

Mit dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept sollen die bestehende Branchenstruktur  analysiert,  Fehlbedarfe  identifiziert und  Empfehlungen zur baurechtlichen Abgrenzung eines „Zentrums“ mit der Definition entsprechender Sortimentslisten  formuliert werden.  Hierbei  soll unter anderem eine  sinnvolle  funktionale  Verknüpfung  mit  dem Marktplatz auf der Altstadtinsel herausgearbeitet werden, um auch diesen langfristig zu beleben.

Im Rahmen des Konzeptes soll außerdem für die Hafenpromenade in den Havelauen ein tragfähiges Profil erarbeitet werden, das die Branchenstruktur, die Entwicklung in den umliegenden Bereichen sowie die Gestaltung und Identitätsbildung umfasst. Unbenommen der zukünftigen Entwicklungsschwerpunkte „Zentrum“ und „Havelpromenade“ sollen weitere Standortpotenziale überprüft  und  im  Sinne  der  Innenentwicklung  gesichert werden.

So  wurde im INSEK  insbesondere  im  südlichen  Bereich  der  Kernstadt  die  Möglichkeit gesehen,  Handels- und Gewerbestandorte zu profilieren, Arrondierungsflächen an der B 1 / Berliner Straße funktional und  räumlich  einzubeziehen  und  den zentralen  Versorgungsbereich  dadurch funktional zu ergänzen. Hier wird auch die Chance gesehen, die Eingangssituation in die Kernstadt aufzuwerten.

Ebenfalls mit dem Nachtragshaushalt auf den Weg gebracht wurde die Erstellung eines Parkpflegekonzeptes für das Gartendenkmal „Gutspark Petzow“ für 40.000 Euro. Das Schloss Petzow einschließlich des historischen Parks ist einer der touristischen Hotspots von Werder und ein Identitätsort für die Bewohner. Die Trockenheit der vergangenen Jahre sowie die zunehmenden Besucherzahlen erfordern ein neues Nutzungs- und Bepflanzungskonzept.

So soll die Grünpflege des Schlossparks dauerhaft gesichert, an  sich  ändernde  klimatische  Bedingungen  angepasst, mit naturschutzrechtlichen und  denkmalpflegerischen  Belangen  in  Einklang  gebracht und  entsprechende Haushaltsmittel  verankert werden, wie es im INSEK heißt.  Darüber hinaus ist ein Pflegekonzept die Voraussetzung zur Realisierung weiterer Maßnahmen wie dem Bau eines Spielplatzes am Fuß des Kirchberges nahe des Parkplatzes.

Das Parkpflegekonzept soll in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalschutz und der Unteren Naturschutzbehörde von einem Planungsbüro erarbeitet. Die Leistungsbeschreibung beinhaltet die Auswertung vorhandener Unterlagen, die Analyse von Konflikten, Defiziten und Potentialen im Park, die Erarbeitung eines Leitbildes zur Erhaltung und Wiederherstellung sowie die Entwicklung eines Pflegeplans als Arbeitsgrundlage für den Erhalt und die Sicherung des Parks.

Werder (Havel), 12.03.2021