Spende für Sanierung des Pfarrhauses in Töplitz

Die Bürgermeisterin übergab einen Spendenscheck von 1000 Euro und würdigte damit auch, wie das Projekt gemeinsam von den Einwohnern angegangen wird

Bürgermeisterin Saß und Pfarrerin Gaedt vor dem Pfarrhaus. Foto: hkx
Bürgermeisterin Saß und Pfarrerin Gaedt vor dem Pfarrhaus. Foto: hkx

Das Dach des Pfarrhauses in Töplitz muss saniert werden, für die kleine Töplitzer Kirchengemeinde ist das Projekt ein Kraftakt. Mit einem Spendenaufruf hat sich die Gemeinde deshalb im Februar an die Öffentlichkeit gewandt. „Ihr Hilferuf ist auch im Rathaus nicht ungehört geblieben“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß unlängst bei einem Besuch der Pfarrerin Almut Gaedt.

Die Bürgermeisterin übergab einen Spendenscheck von 1000 Euro und würdigte damit auch, wie das Projekt gemeinsam von den Einwohnern angegangen wird. „Töplitz ist ein Ort, wo jeder jeden kennt, und die Kirche ist mittendrin.“ Pfarrerin Gaedt dankte für die Unterstützung. „Wir wollen als Gemeinde in der Gesellschaft stehen. Die Spende ist eine Ermutigung für die Kirchengemeinde und wir sind froh, damit die Dachsanierung anpacken zu können.“

Das Pfarrhaus ist 1912/13 im Heimatschutzstil errichtet worden und bildet mit der im 18. Jahrhundert errichteten und benachbarten Kirche ein denkmalgeschütztes Ensemble. Zuletzt fehlten 10.000 Euro für den Sanierungsstart. „Die Spende der Bürgermeisterin sowie die Spende des Töplitzer Ortsbeirates lassen die Hoffnung wachsen, bald die benötigten Gelder zusammen zu haben“, so Pfarrerin Gaedt. Spenden seien weiter willkommen.

Seit der Wende sei viel in die kirchliche Bausubstanz investiert worden, doch habe die Kirche selbst zunächst Vorrang gehabt, so Dr. Dietmar Bleyl, Vorsitzender des Gemeindekirchenrat. Mittlerweile fallen die Ziegel vom Dach des Pfarrhauses, Nässe dringt ein und die Schornsteine sind hinfällig. „Die Dachsanierung konnte nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden“, so Dietmar Bleyl. Demnächst könne der Auftrag dafür ausgelöst werden.

Das Pfarrhaus wird traditionell für verschiedenste Zwecke im Ort genutzt. „Vor der Corona-Zeit war es ein offenes Haus für jeden, der unter diesem Dach Geborgenheit, Festfreude, Trauerbegleitung, Unterweisung und Gemeinschaft suchte“, so Dietmar Bleyl. Zuletzt stand das Erdgeschoss als zusätzlicher Raum zur Corona-bedingten „Kohortenbildung“ für die nahe Inselschule zur Verfügung.

Der Dank galt bei dem Besuch auch den zahlreichen Spendern aus dem Ort, dem Förderverein der Kirchengemeinde sowie der Förderung vom Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg, von der Denkmalpflege und vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg.

-Weitere Informationen sowie die Nummer des Spendenkontos auf der Seite der Kirchengemeinde Töplitz

Werder (Havel), 15.03.2021