Baustart für neuen Trinkwasser-Hochbehälter

Der alte Hochbehälter auf der Friedrichshöhe steht seit mehr als 100 Jahren und muss abgerissen werden. Auch die Kapazität hat nicht mehr gereicht

Am heutigen Freitag, 30. August, haben die Bauarbeiten für einen neuen Trinkwasserhochbehälter in Werder (Havel) begonnen. Er wird einen Nutzinhalt von rund 5.000 Kubikmetern haben. Am Bauvorhaben sind vier Unternehmen beteiligt, die im Rahmen eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens ermittelt und beauftragt wurden.

Der alte Hochbehälter auf der Friedrichshöhe steht seit mehr als 100 Jahren und muss abgerissen werden. Auch die Kapazität von 3000 Kubikmetern hat in der schnell wachsenden  Stadt nicht mehr gereicht. Der Ersatzneubau sichert die Trinkwasserversorgung für 32.000 Einwohner in Werder, den Ortsteilen und einigen angrenzenden Orten der Gemeinden Kloster Lehnin und Groß Kreutz.  

Der Trinkwasserhochbehälter sorgt dafür, dass in Spitzenzeiten die Trinkwasserversorgung in Werder aufrecht erhalten bleibt. An heißen Sommerabenden werden pro Stunde bis zu 900 Kubikmeter Wasser abgenommen, die Pumpen des Wasserwerks am Plessower See können nur etwa die Hälfte davon fördern. Der Hochbehälter schafft den Ausgleich.

Neue Leitungen zum Wasserwerk und ins Werderaner Netz wurden in Vorbereitung auf das Projekt bereits verlegt. Jetzt wird mit dem Abriss der alten Behälter und bauvorbereitenden Arbeiten begonnen. Im Anschluss daran wird der neue Behälter, der aus Fertigteilen besteht, im Rohbau hergestellt. Er wird einen Durchmesser von rund 46 Metern haben.

In einem dritten Abschnitt werden die Wassertechnik sowie die Elektro- und Steuerungsanlage installiert. Den Abschluss bilden die Gestaltung der Außenfassade aus hellen Klinkersteinen  und der Nebenanlagen. Das Bauvorhaben soll Ende 2021 abgeschlossen sein.

Damit die Trinkwasserversorgung in Werder (Havel) während der Bauzeit aufrecht erhalten bleibt, kauft der WAZV Werder-Havelland Wasser von den Stadtwerken Potsdam, hat zusätzliche Brunnen aktiviert, eine Aufbereitungsanlage errichtet und nutzt weitere Kapazitäten außerhalb von Werder aus Anlagen des Verbandsgebietes.

„Trotz all dieser Maßnahmen sind die Mengen begrenzt und können nur den Bedarf für den menschlichen Gebrauch decken“, so die WAZV-Geschäftsführerin Bärbel Gärtner. Der WAZV appelliere an alle Bürger, stets und insbesondere während der Bauzeit bis Dezember 2021 sparsam mit dem Trinkwasser umzugehen.

Werder (Havel), 30.08.2019