Unser Baumblütenfest

Das Baumblütenfest 2023 findet statt! Vom 22. April bis zum 1. Mai wird in Werder (Havel) das 144. Baumblütenfest gefeiert.

Alle Infos demnächst unter baumbluetenfest.de

Nach der langen Corona-Pause wird von der kommunalen Veranstaltungsgesellschaft Werder (Havel) mbH (VGW) das Baumblütenfest 2023 vorbereitet. Termin  ist vom 22. April bis zum 1. Mai. Es wird ein neues und anderes Fest als bisher. Hintergrund ist ein fünfstufiges Einwohnerbeteiligungsverfahren. Darin wurden die Werderaner zur Zukunft des Festes befragt. Sie wünschten sich mit großer Mehrheit, den Fokus verstärkt auf Regionalität und Tradition zu legen. 

Ein nach der Beteiligung entstandenes Basiskonzept bildet nun die Leitplanken für die Vorbereitung für unsere Veranstaltungsgesellschaft Werder. Neben den Obstgärten und Plantagen ist auch Werders schöne Altstadt ein Feststandort. Der Frühlingsgenuss steht im Mittelpunkt. Weitere Details werden demnächst auf der offiziellen Festseite www.baumbluetenfest.de veröffentlicht. Wir freuen uns auf Ihren Besuch des 144. Baumblütenfestes!

Neuigkeiten zum Baumblütenfest

Werde Baumblütenkönigin 2023/2024

Du bist mindestens 18 Jahre alt, wohnst in Werder (Havel) oder in einem der Ortsteile? Du bist mit der Region verbunden und hast Lust, die Stadt ein Jahr lang zu repräsentieren? Dann bewirb dich bis zum 19. Februar 2023 für das Amt der Baumblütenkönigin 2023/2024. Dich erwartet ein spannendes Jahr mit vielen interessanten Begegnungen. Du nimmst an Messen, Veranstaltungen, Präsentationen und weiteren Terminen teil und gibst unserer Stadt ein Gesicht.

Alle Bewerberinnen stellen sich einer Fachjury vor und werden zu ihren Kenntnissen über die Stadt und den Obstbau befragt. Das Bewerbungsverfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Am Freitag, 21. April 2023, wird die neue Baumblütenkönigin beim Baumblütenball auf der Bismarckhöhe erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Am nächsten Tag wird sie das Baumblütenfest eröffnen. Es findet in diesem Jahr vom 22. April bis 1. Mai 2023 statt.

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Unsere Baumblütenkönigin

Tamara Thierschmann ist in Werder (Havel) tief verwurzelt

Auch wenn die Baumblütenfeste zuletzt ausgefallen sind, eine Baumblütenkönigin wurde trotzdem gewählt. Aktuell hat dieses Amt Tamara Thierschmann inne. Auf einem der Bilder ist sie mit ihrer Vorgängerin Meike Löbe in Lindickes Obstgarten am Hohen Weg zu sehen.

Tamara Thierschmann ist nicht ganz neu im Amt: Sie war schon einmal 2015/2016 Baumblütenkönigin. Der kleine Leo, der damals unterwegs war, hat inzwischen mit Lotte eine kleine Schwester. Tamara Thierschmann arbeitet in Werder als Erzieherin. Und sie ist aktives Mitglied des Obstbauvereins.

Ihre Eltern sind Betreiber einer Lohnmosterei in Werder. Ein Gutteil des hausgemachten Obstweins, der in Werder produziert wird, ist durch Thierschmanns Saftpresse gegangen.

Tamara Thierschmann half mit den drei kleineren Geschwistern den Eltern von klein auf, wenn die Mosterei zur Blüte geöffnet wurde. So ist sie schon früh mit der Festtradition in Kontakt gekommen.

Unsere Baumblütenkönigin Tamara Thierschmann.
Unsere Baumblütenkönigin Tamara Thierschmann.
Original-Kirschblüten aus Werder (Havel)!
Original-Kirschblüten aus Werder (Havel)!
Tamara Thierschmann mit ihrer Vorgängerin Meike Löbe.
Tamara Thierschmann mit ihrer Vorgängerin Meike Löbe.

Wie das Baumblütenfest entstand

Erstmals wurde das Fest 1879 gefeiert. Es war sofort eine Punktlandung

Obstweinverkauf beim Blütenfest im April 1904
Aufgang zur Bismarckhöhe zur Baumblüte 1925
Obsthof Kagel beim Baumblütenfest 1931

Im 19. Jahrhundert ist der Obstbau in Werder so richtig aufgeblüht. Der schneller Wasserweg und die klimatisch günstigen Anbaubedingungen brachten den Werderanern Wettbewerbsvorteile. Sie fokussierten sich auf den Berliner Markt. Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und vor allem Kirschen waren die Früchte, die die Berliner aus Werder wollten. Mit der Eisenbahn vereinfachten sich die Transportwege und Obst und Gemüse aus ganz Deutschland überschwemmte auch den Berliner Markt. Der Konkurrenzdruck wuchs, aber die Werderschen stellten sich der Herausforderung: 1878 gründeten die Obstbauern einen Verein, warben gemeinsam für sich, verbesserten Anbaumethoden und bildeten sich weiter.

 

 

 

 

 

Die schönen historischen Darstellungen wurden uns aus der umfangreichen Postkartensammlung des Werderaner Heimatforschers Erhard Schulz zur Verfügung gestellt.

1879 wurde erstmals das Baumblütenfest gefeiert, eine Punktlandung. Bis heute danken wir dafür dem Festerfinder Wilhelm Wils. In den Anfangsjahren fand das Fest meistens an einem oder mehreren Sonntagen statt. Die Eröffnung fiel auf den ersten Sonntag nach dem Start der Obstblüte. Der Hauptsonntag wurde „Goldener Sonntag“ genannt und war oft der erste Sonntag im Mai. Im Jahr 1893 zählte Werder an einem „Goldenen Sonntag“ 10.000 Gäste, 1897 waren es 25.000 und 1900 um die 50.000. Das Fest wurde in kleinem Rahmen auch in der DDR gefeiert. Als sich 1989 die Grenzen öffneten, stand Werder und sein Blütenfest wieder auch den Berlinern offen. Die schöne alte Tradition zur Wahl einer Blütenkönigin wurde neu belebt.