Bahnhofsumfeld

Temporäre Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes

Die Stadt Werder (Havel) plant den temporären Umbau des Bahnhofvorplatzes zur Verbesserung der ÖPNV-Infrastruktur. Dieser Umbau wird notwendig, da sich die Nachfrage am öffentlichen Nahverkehr in sehr kurzer Zeit stark erhöht hat und die Stadt Werder (Havel) die Voraussetzungen für die Abdeckung des Bedarfes schaffen muss.

Aufgrund der erhöhten Nachfrage an Öffentlichen Nahverkehrsmitteln hat die Stadt Werder in Zusammenarbeit mit der Busgesellschaft regiobus Potsdam-Mittelmark GmbH ein neues Infrastrukturkonzept entwickelt. Dieses Konzept soll den erhöhten Bedarf in Zukunft decken. Im Zuge dessen werden diverse Um- und Neubauten von Bushaltestellen in der Stadt nötig, aber auch der vorhandene Bahnhofsvorplatz als zentraler Kontenpunkt muss umgestaltet werden.

Die Umgestaltung beinhaltet auch die Haltestellenbereiche mit einem Blindenleitsystem in Form von Bodenindikatoren auszustatten. Für die Fahrbahneinfassung sind Gestaltungsmerkmale für mobilitätseingeschränkte Menschen vorzusehen.

Das Vorhaben umfasst den Neu- bzw. Umbau des Bahnhofvorplatzes inklusive Wartebereiche, sowie die sich daraus ergebende Umplanung der Fahrbahn- und Nebenanlagen, einschließlich Entwässerung des Niederschlagswassers und Umsetzung der Straßenbeleuchtung.

Um den erhöhten Takt und die zusätzlichen Linien der Busgesellschaft sicher abwickeln zu können, wird eine Fahrbahnaufweitung im Planungsbereich erforderlich. Dafür werden ca. 7,00 m von der vorhandenen Mittelinsel zurückgebaut, wodurch eine zusätzliche Busspur und ein Wartebereich entstehen. Die Haltestellen werden mit einem Blindenleitsystem und einem Busbord, Auftritt +18,0 cm ausgestattet. Um die Barrierefreiheit für alle Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, wird der Wartebereich und Gehweg höhenmäßig angepasst.

Zur sicheren Überquerung der Fahrbahn wird eine Aufpflasterung geplant. Es ist geplant, mit der Umgestaltung im Sommer 2020 zu beginnen.

Beteiligungsverfahren (formell)

Für die temporäre Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes ist keine Einwohnerbeteiligung geplant. Im Zuge des Unterführungsbaus für Fußgänger und Fahrradfahrer im Bahnhofsbereich, bei dem der Bahnhofsvorplatz erneut ins Blickfeld kommt, und für Autofahrer in der Achse der L90 wird ein Planfestellungsverfahren durchgeführt. Im Zuge dieses Planfestellungsverfahrens wird es eine umfassende formelle Bürgerbeteiligung durch das Landesamt für Bauen und Verkehr geben.